21.01.2012 | Bulgarien | Svilengrad
Animals’ Angels besichtigt die „Kontrollstelle“ in Svilengrad nahe der bulgarisch – türkischen Grenze. Dieser Stall soll zum einen den Zweck haben, Tiere im Transit in Richtung Türkei entladen zu können, damit sie versorgt werden können und ausruhen können. Zum anderen ist dieser Stall notwendig, um die Tiere entladen zu können, wenn bei den tierärztlichen Kontrollen vor Verlassen der EU Verstöße gegen die Tierschutzvorschriften festgestellt werden. In diesen Fällen dürfte nämlich der Transport die EU nicht verlassen bevor der gesetzeswidrige Zustand nicht behoben ist. Doch das ist alles nur Theorie. Zwar ist die Kontrollstelle Svilengrad auf der offiziellen Liste der Kontrollstellen der EU – Kommission als zugelassen ausgewiesen, doch in Realität wurde der Stall noch nicht in Betrieb genommen und das örtliche Veterinäramt wartet seit über einem Jahr auf Erlaubnis zur Inbetriebnahme durch das Ministerium in Sofia. Darüber hinaus stehen keine Mittel zum Betrieb der Kontrollstelle zur Verfügung. Doch gleichzeitig gehen täglich Tiertransporte über die bulgarisch – türkische Grenze und die meisten von ihnen halten sich nicht an die Gesetze und müssten deshalb an der Grenze entladen werden. Den bulgarischen Tierärzten vor Ort sind die Hände gebunden und die EU – Kommission gibt sich damit zufrieden, dass auf dem Papier eine Kontrollstelle existiert. Nur die Tierschutzorganisationen scheinen sich für die Realität vor Ort zu interessieren. Animals’ Angels wird als nächsten Schritt um einen Termin beim bulgarischen Ministerium in Sofia bitten.
Aktuelle Forderungen
ANIMALS' ANGELS ist der Überzeugung, dass im 21. Jahrhundert die Rechte der Tiere auf Leben, Freiheit und Glück weltweit als unveräußerlich proklamiert werden müssen.
Wir fordern in Europa die Begrenzung von Tiertransporten zu Mastanlagen und Schlachthöfen auf 8 Stunden.
Wir fordern in Bulgarien
- dass Transporten mit Tieren, die an der bulgarisch–türkischen Grenze kontrolliert werden und die nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, die Ausreise in die Türkei verweigert wird und sie entweder an den Ladeort zurück geschickt werden oder die Tiere an der Kontrollstelle in Svilengrad entladen werden.
- dass keine hochschwangeren Mutterschafe verladen werden, insbesondere nicht für den Export in die Türkei
Wir fordern in Deutschland
- die Abschaffung der Anbindehaltung für "Milch"kühe und die Euthansie auf dem Hof bei transportunfähigen Kühen
Wir fordern in Italien
die Nottötung schwer kranker oder verletzter Tiere am Hof und strikte Ahndung im Falle des Transports dieser Tiere in die Schlachthöfe
- häufige und strenge Kontrollen von Hühner- und Kaninchen-Transporten







