Tiertransporte nach Albanien: EU-Kommission unternimmt nichts gegen Situation an der Grenze

Vor Weihnachten sind wir im Einsatz in Griechenland, an der Grenze zu Albanien. Seit Jahren mahnen wir die Europäische Kommission, dass Tiertransporte hier ohne tierärztliche Kontrolle die EU verlassen. Das darf nicht passieren! Das haben auch die Kommission und die Behörden in Griechenland bereits zugegeben.

Doch auch bei diesem Einsatz stellen wir enttäuscht fest, dass sich an der Situation nichts geändert hat. Innerhalb weniger Tage sehen wir vier Transporte mit Kälbern und Schweinen, die unkontrolliert nach Albanien gelangen. Die Kälber stehen ohne Einstreu in den Lkw, zusammengepfercht in ihren eigenen Exkrementen. Dimitars Gesicht ist blutüberströmt – eines seiner Hörner ist abgebrochen. Ioan hat eine Augeninfektion und Vasil ist sogar auf einem Auge blind. Einer der Lkw hat nicht einmal Tränken für die lange Strecke. Kein Tierarzt sieht hier an der Grenze nach den Tieren, um Verstöße zu dokumentieren und den Tieren im Notfall helfen zu können.

Wir informieren unverzüglich die Behörden und die Mitglieder des EU-Parlaments. Sie müssen endlich ihrer Pflicht nachkommen, um die unsäglichen Transporte über die Grenze nach Albanien zu stoppen!