Kamelmärkte

In vielen Ländern gehören Kamelmärkte zum Alltag, sie finden in der Regel wöchentlich oder täglich statt. Dabei werden ‚Schlacht‘, ‚Zucht‘ und ‚Renn‘kamele verkauft oder versteigert. Je nach Handelspraktik und örtlichen Traditionen bleiben die Tiere Stunden, Tage bis Wochen auf den Märkten.

Worunter leiden die Tiere?

Die Belastung für die Kamele beginnt mit dem Transport auf den Markt. Diese Transporte sind teilweise sehr lang. Die Tiere werden zum Beispiel aus Somalia oder dem Sudan nach Nordägypten transportiert oder aus dem Süden des Omans nach Abu Dhabi. Auf den Märkten angekommen leiden die Kamele vor allem unter:

  • Unzureichender Versorgung mit Wasser.
  • Fehlender tierärztlicher Versorgung in Notfällen, bei Krankheit oder Verletzungen.
  • Mangel an Schattenplätzen.
  • Enge in den Pferchen.
  • Schlechter Hygienie.
  • Ungeschultem Personal.
  • Brutalem Umgang.

Was Animals' Angel dagegen unternimmt

Seit 2017 nimmt Animals‘ Angels Kamelmärkte in Katar, im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Ägypten unter die Lupe. Wir dokumentieren die Tierschutzprobleme und bringen sie bei den zuständigen Behörden vor.

In Ägypten haben wir ein dauerhaftes Projekt auf dem Kamelmarkt in Birqash ins Leben gerufen, denn dort sind die Tierschutzprobleme besonders eklatant. Unser Team, bestehend aus einem Tierarzt und einem Veterinärstudenten, ist regelmäßig vor Ort bei den Kamelen. Die beiden jungen Männer wirken auf die Arbeiter und Händler ein und versuchen sie von einem gewaltlosen und ruhigen Umgang mit den Tieren zu überzeugen. Wo notwendig leisten sie den Kamelen Erste Hilfe und versorgen sie mit Wasser und Futter.

Projektleitung:
Julia Havenstein
Helena Bauer
Projekt-Assistenz:
Ali Ziani


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