06.06.2014 | Rumänien, Kontrolle des Tiermarkts in Tasnad

Tasnad ist eine kleine Stadt im Nordwesten Rumäniens. Der hiesige Markt hat letztes Jahr die Erlaubnis zum Verkauf von Tieren erhalten.

Die Tierschutzprobleme sind im Grunde die gleichen, wie auf anderen Märkten. Schweine werden an den Beinen gegriffen und kopfüber in Säcke gesteckt. Kälber mit zusammengebundenen Beinen werden in Kofferräumen transportiert. Rinder werden in geschlossenen Kleintransportern transportiert. Sie werden sehr grob verladen, geschlagen und ihre Schwänze dabei verdreht. Tiere werden über Stunden der prallen Sonne ausgesetzt, ohne Wasser und Schatten.

Animals‘ Angels verfasste bereits zahlreiche Beschwerdebriefe, bis die zuständigen Behörden den Markt im letzten Februar endlich kontrollierten. Schließlich informierten sie uns darüber, dass dem Markt eine Frist zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gesetzt wurde. Bei Nichteinhaltung drohe eine Suspendierung.

Nach Ablauf der Frist stellt Animals‘ Angel fest, dass sich auf dem Markt nichts geändert hat. Schweine werden immer noch brutal behandelt und Hühner mit zusammengebundenen Beinen auf den warmen Beton gelegt. Ihre Schnäbel sind  weit geöffnet und sie haben Schwierigkeiten beim atmen. Selbst nicht-entwöhnte Kälber, deren Nabelschnur noch nicht verheilt ist, werden für mehr als drei Stunden der Sonne ausgesetzt, ohne Bewegungsfreiheit und Zugang zu Wasser.

Animals‘ Angels will erreichen, dass die Lizenz des Marktes für den Handel mit Tieren ausgesetzt wird.

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