15.03.2015 | Besichtigung von Importställen in Temara

Animals‘ Angels schaut Ställe von Händlern in Marokko an, die Tiere aus der EU importieren.

In einem der Ställe werden Jungbullen aus Frankreich gemästet und dann weiterverkauft zum Schlachten. Viele von ihnen finden ihr Ende auf dem nahegelegenen Markt von Mers El Kheir, auf dem grausame Bedingungen herrschen und die Schlachtmethoden mittelalterlich sind.

In einem großen Stall bei Had Soualem treffen wir auf junge Kühe aus Deutschland. Alle wurden, bereits schwanger, von Deutschland per Lkw und Fähre nach Marokko transportiert. Jetzt warten sie auf ihren Weiterverkauf. Der Kauf deutscher „Milch“kühe wird vom marokkanischen Staat subventioniert, so kann sich jeder Bauer eine deutsche Kuh leisten. Der Händlerstall ist modern, groß und die Tiere haben viel Platz. Allerdings stehen sie in tiefem Morast aus Exkrementen und haben nicht einmal eine trockene Liegefläche.

Was die Tiere anschließend erwartet ist ungewiss. In Marokko gibt es keinerlei Tierschutzgesetze. Die EU erkennt Tiere als fühlende Lebewesen an und bestimmt, dass sich die EU Politik hieran orientieren muss und trotzdem exportiert die EU Tiere in Länder, ohne jegliche Tierschutzvorschriften.

Animals‘ Angels fordert den Stopp von Exporttransporten!

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