19.12.2015 | Tiermarktkontrolle in Calarasi

Animals' Angels kontrolliert den Tiermarkt von Calarasi in Süd-Ost-Rumänien. Es sind besonders viele Tiere da: Truthähne, Gänse, Enten, Hühner und 150 Schweine. Morgen ist das Fest des Heiligen Ignatius, das traditionell hier so gefeiert wird, dass ein Schwein pro Familie zu Weihnachten geschlachtet wird.

Die Schweine werden entweder im Auto nach Hause mitgenommen und dort geschlachtet oder hier auf dem Markt brutal abgestochen. Am Markteingang hängt eine große Tafel, die sagt, dass es verboten ist, Tiere auf dem Markt zu schlachten, aber ‚natürlich‘ ist weder die Polizei noch ein Veterinär anwesend, um dieses Verbot durchzusetzen. Viele Pferde und Esel, die ihre Besitzer und deren ‚Waren‘ (Zweizentnerschweine) zum Markt gebracht haben, stehen schweißgebadet und außer Atem im Getümmel.

Animals‘ Angels erstattete Anzeige beim örtlichen Veterinäramt.

Am Abend ist der Markt vorbei. Der große Platz ist leer. Keine Autos. Keine Anhänger. Keine Menschen. Keine Tiere. Nur Müll. Leere Plastikflaschen, Zigarettenkippen, Bierdosen. Und Blutlachen auf dem zertretenen Gras. Rot, stickig, fast noch warm.

Wir vier von Animals‘ Angels stellen neben jede blutige Pfütze ein rotes Friedhofslicht. Weihnachten. Hier? Gerade hier.