20.12.2015 | Tiermarktkontrolle in Calugareni

2003 ist Animals' Angels zum ersten Mal aufmerksam geworden auf die traditionelle Schlachtung von Schweinen auf Tiermärkten in Rumänien im Rahmen des Sankt Ignatius Festes am 20. Dezember. Vier Jahre später, mit dem Eintritt in die Europäische Union, verpflichtete sich Rumänien zur Einhaltung der EU-Gesetzgebung, auch in Bezug auf die Mindestanforderungen zum Schutz der 'Nutz'tiere.

Obwohl mittlerweile 12 Jahre seit unserem ersten Besuch in Calugareni vergangen sind, haben unsere Mitarbeiterinnen den schmerzlichen Eindruck, in der Zeit zurückgereist zu sein und dass sich buchstäblich nichts verändert hat. Den ganzen Tag über werden Schweine auf Märkten und in Hinterhöfen von Privatpersonen anlässlich des Weihnachtsfestes getötet und geschlachtet, laut Fleischerzeugeverband etwa 400.000 Tiere.

Ein Tag voll unermesslichem Leid für die neugierigen und intelligenten Schweine: Sie werden an den Beinen über den Boden geschleift und auf die Seite geworfen. Ihre Arme und Beine werden von zahlreichen Männern, die auf ihnen sitzen, fixiert und ihr Oberkiefer mit einem Metalldraht umwickelt. Der Hals wird ihnen mit einem gewöhnlichen Küchenmesser mit mehreren Schnitten aufgeschnitten. Sie strampeln mit Armen und Beinen, während sie an ihrem eigenen Blut ersticken. Bis zu ihrem Tod vergehen viele Minuten – den Schweinen müssen diese endlos erscheinen.

Animals' Angels ist fest entschlossen, für das Ende dieser mittelalterlichen Grausamkeit zu kämpfen.