Australien: Kontrolle von zwei Saleyards im Westen – geschulte Mitarbeiter, aber überfüllte Pferche

Animals’ Angels ist an drei Tagen auf zwei verschiedenen Tiermärkten in West-Australien. In dieser Zeit wurden dort insgesamt über 46.000 Schafe und Lämmer sowie 1.650 Rinder, Kühe, Stiere und Kälber weiterverkauft. Die hohe Anzahl der Tiere spiegelt das Ausmaß des Geschäftes ‚Tier‘ wider, welches sie jeglicher Individualität beraubt. Die Märkte werden von Animals‘ Angels seit vielen Jahren regelmäßig überwacht.  

Beide Märkte finden in überdachten Hallen statt und der Großteil der untergebrachten Tiere hat Zugang zu Wasser. Trotz der hohen Anzahl ist es erstaunlich ruhig. Besonders auf einem Markt fällt uns der professionelle und besonnene Umgang der Marktmitarbeiter mit den Tieren auf. Wir erfahren, dass der Marktleiter für seine Arbeiter einen ‚low stress handling‘ Kurs organisiert hatte, um sie im Umgang mit Rindern zu schulen und somit eine bessere und ruhigere Behandlung der Tiere zu gewährleisten. Wir begrüßen diese Initiative.

Nichtsdestotrotz finden wir auf beiden Märkten überfüllte Pferche. Teilweise stehen die Tiere darin so dicht an dicht, dass einige Schwierigkeiten oder gar keine Möglichkeit haben, die Wassertränken zu erreichen.

Auf beiden Märkten finden wir und die Marktmitarbeiter außerdem Schafe, die nicht transportfähig sind, weil sie an Lahmheit oder sonstigen schmerzhaften Erkrankungen leiden. Die betroffenen Tiere werden anschließend vor Ort euthanisiert.