Bulgarien: Für respektvollen und fürsorglichen Umgang mit den Tieren bedarf es keiner finanziellen Mittel

Anfang 2021 legte Animals‘ Angels bei der EU-Kommission eine umfangreiche Beschwerde gegen Bulgarien ein – wegen der fehlenden Umsetzung von EU-Tierschutzvorschriften. Diese Beschwerde bezog sich unter anderem auf die katastrophalen Zustände auf den Tiermärkten. Deshalb wollen wir uns heute die Situation auf dem Markt in Asenovgrad anschauen.

Als wir dort ankommen, sieht es so aus, als sei der Markt dauerhaft geschlossen. Das wäre von behördlicher Seite aus der richtige Schritt. Doch wieder fehlt es wohl an konsequenter Umsetzung. Denn jetzt verkaufen die Händler ihre Tiere einfach auf dem Platz vor dem Markt.

Schmutzig und räudig aussehende Schafe sind mit Heuschnüren an Lieferwagen angebunden, Hühner und andere Vögel aller Art sind in übereingestapelte Käfige gestopft. Gänse hocken dicht aneinander gedrängt in einer Kiste, die in der prallen Sonne steht. Wir sehen Lieferwägen mit achtlos übereinander geworfenen Kästen. Werden die Vögel so transportiert?

Wir sind unerwünscht – Fotos sind verboten. Wir können die Situation nur kurz vom Auto aus festhalten. Doch wir werden uns mit den bulgarischen Behörden in Verbindung setzen. Die EU- Tierschutzvorschriften müssen auch in Bulgarien Anwendung finden. Bestimmt können sich viele Bauern und Händler in Bulgarien keine modernen Fahrzeuge und Equipment leisten. Doch für respektvollen und fürsorglichen Umgang mit den Tieren bedarf es keiner finanziellen Mittel.

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