Bulgarien: Kontrollen von verschidenen Tiermärkten

Animals‘ Angels kontrolliert verschiedene Tiermärkte in Bulgarien, die von den bulgarischen Behörden offiziell genehmigt sind. Zwar verfügen sie über eine feste Infrastruktur, wie beispielsweise Boxen und Anbindevorrichtungen für die Tiere oder z. T. stationäre Laderampen, die von den Transportfahrzeugen angefahren werden könnten, um die Tiere leichter und stressfreier zu verladen. Doch die Vorrichtungen reichen viel zu oft nicht aus für die Anzahl der Tiere, bzw. werden teilweise erst gar nicht benutzt.

Auch wird den Tieren auf all diesen Märkten kein Wasser angeboten, was gerade bei den heißen sommerlichen Temperaturen so wichtig wäre. Von Amtstierärzten, die sich für die Tiere verantwortlich fühlen und kontrollieren sollten, dass wenigstens die gesetzlichen Tierschutzvorschriften eingehalten werden, bekommen wir nichts mit. So bietet sich uns überall mehr oder weniger das gleiche, erschreckende Bild: Viele der Tiere sind in einem schlechten Zustand, erschöpft und abgemagert. Hühner, Puten und Kaninchen sind in viel zu kleinen Käfigen eingepfercht, Schafe und Ziegen liegen z.T. mit zusammengebundenen Beinen am Boden, Rinder und Pferde sind viel zu kurz angebunden, ohne sich bewegen zu können. Die Verladungen auf absolut ungeeignete Transportfahrzeuge sind oftmals brutal und mit Schlägen verbunden.

Animals‘ Angels hat bereits vor einigen Monaten eine umfassende Beschwerde über die erschreckenden Zustände für die Tiere auf den Märkten an die bulgarischen Behörden geschickt. Als Antwort wurde uns mitgeteilt, dass zwischenzeitlich Kontrollen auf den von uns angezeigten Märkten stattgefunden haben und entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden.

Da wir bei unserem aktuellen Besuch nichts von den versprochenen Verbesserungen sehen, treffen wir uns mit dem Direktor der regionalen Veterinärbehörde Plovdiv und konfrontieren ihn mit neuen Beweisen und Vorwürfen, besonders im Hinblick auf einen bestimmten Markt in seinem Zuständigkeitsbereich. Er rechtfertigt sich und wiederholt, dass seine Behörde aktiv geworden sei – was er konkret damit meint, kann er uns nicht nennen – wir sollen uns an die Landesregierung in Sofia wenden.

Das machen wir, genauso wie wir weiterhin bei den Tieren auf den bulgarischen Märkten sein werden!