Bulgarien: Unsägliche Transporte und rücksichtloser Umgang mit den Tieren auf dem Markt in Asenovgrad

Animals‘ Angels besucht den Tiermarkt in Asenovgrad, Bulgarien. Wir versuchen uns so schnell wie möglich einen Überblick zu verschaffen, denn auch hier sind wir Tierschützer unerwünscht. Wie erwartet werden wir schnell hinausgeworfen – diesmal unter übelsten Beschimpfungen. Der Grund ist klar: Die Tiermärkte in Bulgarien sind weit davon entfernt, die gesetzlich vorgeschriebenen Tierschutzstandards einzuhalten.

Da wir schon mit dem Rauswurf rechneten, konzentrieren wir uns auf die abfahrenden Tiertransporte. Keiner von ihnen entspricht den EU-Vorschriften. Besonders gravierend ist dabei nicht der fehlende moderne Standard, sondern der rücksichtlose Umgang mit den Tieren.

So folgen wir zum Beispiel zwei Lieferwagen, auf denen Pferde und Rinder geladen sind. Beide Fahrzeuge sind ganz geschlossen, im Inneren des einen ist es vollkommen dunkel, im anderen fällt vielleicht ein wenig Licht durch die verdunkelten Scheiben. In beiden gibt es keinerlei Belüftung. Inzwischen ist es warm geworden, wir messen 32,8 °C in der Sonne. Die beiden Transporte fahren auf den Parkplatz eines Restaurants, auf dem es nicht einmal Schatten gibt. Die Fahrzeuge stehen in der grellen Sonne, während die Fahrer in Ruhe zu Mittag essen. Zumindest haben sie die Türen der Transporter ein wenig geöffnet, für ein bisschen Luftzufuhr für die Tiere.

Wir können nichts anderes tun, als zu dokumentieren. Mit den Fahrern ist nicht zu spaßen. Unser nächster Weg führt uns nach Sofia, um die zentralen Behörden dort mit unseren Erkenntnissen zu konfrontieren.

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