Das qualvolle Schicksal deutscher Kühe in Marokko: Animals‘ Angels fordert Landwirtschaftsminister Özdemir zum Handeln auf!

Katastrophale Zustände – beim Transport, auf den Märkten, bei der Schlachtung: Dieses qualvolle Schicksal erwartet jedes Jahr unzählige ‚Milch’kühe aus Deutschland auf dem Weg nach Marokko. Wir machen Druck auf den Bundesminister für Landwirtschaft Cem Özdemir und fordern ihn zum Handeln auf! Ein deutschlandweites Verbot dieser „Exporte“ ist längst überfällig!

Im März 2022 ist Animals‘ Angels im Einsatz auf den Märkten und Schlachthäusern in Marokko. Dabei treffen wir auch wieder auf deutsche ‚Milch’kühe. Wie Adele, eine schwarzbunte Holstein-Kuh aus Niedersachsen. Sie wurde im Februar 2019 nach Marokko exportiert. Drei Jahre später finden wir sie in einem Schlachthaus bei Rabat. Es ist früh morgens und draußen noch dunkel. Im Schlachthaus ist die Beleuchtung spärlich und die Arbeiter verwenden zusätzliche Stirnlampen bei den Schlachtungen. Angsterfüllt versucht Adele sich zu orientieren. Ihre Augen sind mit einem Plastiksack verbunden, als sie ins Schlachthaus geführt wird. Dort wird ihr Hinterbein an einem Seil nach oben gezogen. Mit ihren Vorderbeinen versucht sie sich abzufangen, bis sie schließlich auf die Seite fällt. Beim verzweifelten Versuch aufzustehen, schlägt sie mit dem Kopf auf dem blutverschmierten Boden auf – ihre Augen sind immer noch verbunden. Bei vollem Bewusstsein wird ihr die Kehle mit vier Schnitten durchtrennt.

Adeles Schicksal ist kein Einzelbeispiel, sondern trauriger Alltag in Marokko – Tierschutz spielt hier keine Rolle. Noch immer gibt es kein nationales Tierschutzgesetz; behördliche Tierschutz-Kontrollen zu Haltung, Transport und Schlachtung von ‚Nutz’tieren finden schlicht nicht statt. Die meisten Schlachtbetriebe im Land haben nicht einmal eine behördliche Zulassung.

Trotz der bekannten und eklatanten Tierschutzprobleme exportiert Deutschland ‚Zucht’rinder nach Marokko – mehr als 11.200 allein zwischen 2020 und 2021 (EuroStat). Rechtliche Gutachten bestätigen, dass ein Exportverbot nicht nur rechtlich möglich, sondern auch EU- und verfassungsrechtlich geboten ist. Auch der Bundesrat erklärte „weitere Maßnahmen für erforderlich, um in Drittländer exportierte landwirtschaftliche Nutztiere auch nach Abschluss des Transportes vor tierschutzwidrigen Behandlungen zu schützen“.

In einem Schreiben mit umfassenden Dokumentationen über die im März 2022 gefundenen deutschen und europäischen Kühe in Marokko fordert Animals‘ Angels den Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zum Handeln auf.

 

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