Die Reform der EU-Verordnung zum Schutz von Tieren beim Transport ist eines der zentralen laufenden Dossiers der irischen Ratspräsidentschaft. Ab morgen treffen sich die EU-Cheftierärztinnen und Cheftierärzte in Irland.
Animals’ Angels wendet sich deshalb heute erneut an die EU-Mitgliedstaaten. Denn unsere aktuellen Einsätze zeigen einmal mehr, dass das Leiden der Tiere auf den Transporten ungehindert weitergeht.
In Bulgarien, Italien und Spanien dokumentierten unsere Teams 36 innerstaatliche Tiertransporte. Bei jedem einzelnen Transport stellten wir Bedingungen oder Praktiken fest, die den Tieren unnötiges Leid zufügten.
Wir sahen Tiere, die bei extremer Hitze schwer hechelten, erschöpft und apathisch waren und viel zu wenig Platz hatten. Lkw, die unzureichend belüftet wurden. Kranke und verletzte Tiere, die in ungeeigneten Fahrzeugen transportiert wurden und bei denen einige die vergleichsweisen kurzen Transporte nicht überlebten. Auch an den EU-Außengrenzen war die Situation erschreckend: Tiere mit deutlichen Anzeichen schweren Hitzestresses, überfüllte und unsichere Fahrzeuge – sogar verletze Tiere und ein Tier, das im Lkw eingeklemmt war – konnten die Grenzen passieren, ohne dass eingegriffen wurde.
Die neue EU-Tierschutztransportverordnung muss den gesetzlichen Anspruch der Tiere auf Schutz endlich zur Realität machen.
Wir appellieren an die EU-Cheftierärzt:innen: Nehmen Sie bei den weiteren Verhandlungen die Sicht der Tiere und ihr Leid zum Ausgangspunkt der Verhandlungen – nicht wirtschaftliche Interessen.
Tiere spüren jede Minute der Hitze, des Durstes, der Angst, der Schmerzen und der Erschöpfung.
Ihr Leiden muss verhindert werden – und darf nicht länger als Teil von Tiertransporten akzeptiert werden.
Hier finden Sie Aufnahmen aus unseren Einsätzen im Sommer 2026.









