EU-Transporte: Junge Pferde werden von Spanien nach Italien transportiert

An der spanisch-französischen Grenze kontrollieren ANDA und Animals‘ Angels einen Transport mit Pferden. Der Fahrer sagt, es handle sich um schwangere Stuten, die ganz in der Nähe auf eine Sommerkoppel gebracht würden. Insgesamt sei es ein nur vierstündiger Transport. Doch wir haben den Verdacht, dass die Information nicht stimmt. Trotz sommerlicher Temperaturen ist der Lkw hoch geschlossen, sodass man von außen kaum hineinsehen kann. Wir vermuten, der Fahrer will verhindern, dass man erkennt, dass die Pferde nicht in Einzelboxen untergebracht sind und keine Halfter tragen, wie es für Langstreckentransporte, z. B. nach Italien, vorgeschrieben ist. Deshalb entscheiden wir dran zu bleiben. Der Transport fährt zunächst in Richtung der südfranzösischen Stadt Nimes. Dort hält er in einem Industriegebiet am Straßenrand an. Die Pferde werden auf einen anderen LKW umgeladen. Weiter geht die Fahrt, wie vermutet, in Richtung Italien. Dort angekommen veranlassen wir eine Polizeikontrolle, die ergibt, dass die Tiere jetzt vorschriftsgemäß transportiert werden. Am Zielort in der Toskana angekommen, trifft unser Team auf den aufgebrachten Käufer. Zitternd vor Wut berichtet er, er habe seit sechs Jahren keinen Urlaub machen können, aufgrund der Strafen, die er wegen ANDA und Animals‘ Angels zahlen musste.

Doch die Bußgelder scheinen ihn nicht abzuschrecken. Er versucht weiter, die Tierschutzvorschriften zu umgehen. Für uns heißt das einmal mehr, dass Langstreckentransporte lebender Tiere, die nur auf Gewinnmaximierung ausgelegt sind, endlich gestoppt werden müssen. Die Branche wird stets versuchen, Tierschutzvorschriften, die höhere Kosten verursachen, zu umgehen, und die Behörden können keine ausreichenden Kontrollen garantieren.

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