Tiertransporte quer durch Europa sind Alltag. Doch was bedeutet das für die Tiere? Auf einem unserer Einsätze beobachten wir Rindertransporte aus Frankreich, die nach Italien und Spanien transportiert werden. Das Prinzip ist meist sehr ähnlich: die Tiere sollen am vorläufigen Bestimmungsort gemästet und dann geschlachtet oder womöglich sogar noch einmal weiterverkauft werden. Wieder einmal sind wir schockiert über das Bild, das sich auch bei Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich des Platzangebotes zeigt. Manche Bullen werden zertrampelt, wenn sie sich hinlegen. Besonders für Timo, der schon sichtlich erschöpft ist und gegebenenfalls zu wenig Kraft hat, um erneut aufzustehen kann dies fatal enden. Auch Miguel ist sichtlich gezeichnet vom Transport: er hält sein rechtes Auge geschlossen und zeigt deutlichen Augenausfluss auf dieser Seite. Bei weiterer Beobachtung erschließt sich der wahrscheinliche Grund für seine Augenverletzung: ein weiterer Bulle sticht ihm mit seinen Hörnern in das verletzte Auge. Es ist offensichtlich, dass den beiden durch mehr Platzangebot ihr Leiden sehr wahrscheinlich erspart geblieben wäre. Wir sind schockiert und traurig, dass es nach wie vor erlaubt ist, Rinder unter diesen Bedingungen zu transportieren. Immerhin hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) klar belegt: Das Platzangebot in den Transportfahrzeugen reicht bei weitem nicht aus – weder für die Sicherheit der Tiere noch für den Schutz ihres Wohlergehens. Wir hoffen umso mehr, dass diese Tatsache endlich auch von Seiten der EU-Politik anerkannt wird und im Zuge der Neuverhandlung der EU- Tierschutztransportverordnung die Stimme der Tiere Gehör findet.










