Griechenland: Schafe aus Rumänien bei Temperaturen bis zu 49 °C transportiert

Animals’ Angels ist zum dritten Mal in Griechenland. Wir dokumentieren, ob bei den hohen Temperaturen weiterhin Tiere transportiert werden. Wir messen Temperaturen von 35 °C am Nachmittag mit Spitzenwerten bis zu 49 °C. Trotzdem werden weiterhin Lämmer aus Rumänien durch diese Hitze transportiert.

In einem Lkw treffen wir auf Dorothea und Alexandra. Sie atmen schnell unter ihrem dicken Fell. Der Körperkontakt zu ihren Artgenossen muss unheimlich anstrengend für sie sein. Bestimmt wünschen sie sich nichts mehr als einen frischen Luftzug und Wasser zur Abkühlung. Aber die Tränken sind nur für etwa eine Stunde angestellt (gedeckt durch das Gesetz) und nicht alle Tiere kommen überhaupt an sie heran. Dafür sind es einfach zu wenige. Andere wiederum erkennen die Tränken nicht oder wissen nicht, wie man sie benutzt. Und wieder andere Tiere haben einfach nicht mehr die Kraft, um sich an den anderen vorbeizuschieben. Deshalb sind wir zumindest etwas erleichtert, wenn die Fahrer die Tränken für länger als eine Stunde anschalten.

Wir reichen erneut Beschwerde ein und fordern Rumänien auf, keine Tiere bei Hitze zu transportieren. Wir fordern, auch von Griechenland, die Tiertransporte an den Grenzen zu kontrollieren. Außerdem informieren wir die EU-Kommission über das Leid der Tiere, die auf den Transporten eingepfercht sind und nach Luft schnappen. In diesem Sommer haben wir in Griechenaldn weniger Tiertransporte auf den Straßen angetroffen als im Vorjahr. Das ist sicherlich auch eine Folge unseres konstanten Drucks und unserer Präsenz auf der Straße bei den Tieren.