Griechenland: Schafe leiden unter Enge und Hitze – Transporteur umgeht Anordnung des Veterinäramtes

Animals‘ Angels kontrolliert Tiertransporte während einer Hitzewelle im Norden Griechenlands. Wir treffen auf einen alten Bekannten – einen Transporteur, den wir bereits wiederholt beobachtet haben – und in dessen Transport wir wiederholt dieselben Verstöße festgestellt haben: Zu viele Lämmer eingepfercht auf vier Ladeflächen, bei viel zu hohen Temperaturen.

Umso erstaunter sind wir im ersten Augenblick, als er nun früh morgens über die rumänische Grenze nach Griechenland fährt. Die Temperaturen sind noch mild und die Lämmer sind nur auf drei Ladeebenen geladen – wie es seit diesem Jahr von den Veterinärämtern in Rumänien gefordert wird. Die Lämmer haben so mehr Raum über sich, was eine bessere Luftzirkulation ermöglichen soll. 

Doch der Schein trügt. Unsere leise Hoffnung wird bald zerschmettert, als der Lkw von der Autobahn abfährt und auf einer abgelegenen Straße parkt. Die Fahrer laden an einem Stall zusätzliche Tiere auf. Die rumänischen Lämmer werden derweil auf vier Ladeebenen eingequetscht, um Raum für die neuen Tiere zu schaffen. Die rumänische Anordnung wird also dreist umgangen, ganz zum Leiden der Lämmer. Sie stehen nun doch eng nebeneinander auf vier Ladeebenen, können weder ihre Köpfe anheben noch die Tränken erreichen, geschweige denn ihre Körpertemperatur regulieren. Sie leiden unter enormen Hitzestress. Dessen nicht genug, sind die neu zugeladenen Schafe, Lämmer und Ziegen nicht einmal identifiziert, wie gesetzlich vorgeschrieben.

Wir alarmieren umgehend die Behörden, um den Transport von offizieller Seite kontrollieren zu lassen. Nach unzähligen Anrufen wird er mittags von der Polizei gestoppt. Kurz darauf treffen zwei Veterinärinnen ein. Wir schildern die Vorkommnisse, die Kontrolle durch die Behörden ist zügig. Denn bei Temperaturen von 38 °C wird die Enge im Fahrzeug schnell zur tödlichen Falle für die Tiere.

Wir begleiten die Tiere noch bis zu ihrem Zielort und messen bis zu 40 °C Außentemperatur. Die Hitze, kombiniert mit der Enge, der Ansammlung von Ammoniakgasen und ohne Zugang zu Wasser, müssen für Raluca, Barbala und ihre Artgenossen unerträglich gewesen sein.

Unsere Beschwerde ist bereits verfasst. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Transporteur keine Tiere mehr transportieren darf.

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