Indien: Im Einsatz für die Schafe auf dem Tiermarkt in Thimitam

Unser Team ist auf dem Markt von Thimitam. Auf einem offenen Feld ohne Infrastruktur werden hunderte Rinder, Schafe und Hühner zum Verkauf angeboten. Es hat weit über 30 °C. Schatten spenden nur ein paar vereinzelte Bäume. Heute ist unser Team vor allem für die Schafe vor Ort.

Als Sridevi mit ihren Teamkollegen ankommt, findet sie unzählige Schafe, die mit zusammengebundenen Beinen auf dem Boden liegend zum Verkauf angeboten werden. Darunter zwei Mutterschafe, Tania und Sarina, mit ihren kleinen Lämmern, Satia und Koko.

Sridevi wendet sich an die ‚Besitzer‘ und erklärt, wie schmerzhaft diese Haltung für die Tiere ist. Einem nach dem anderen überzeugt sie, die fest um die Beine der Schafe geschnürten Seile aufzubinden und sie stattdessen mit einer lockeren Schlaufe um den Hals zu fixieren. Auch die beiden Mütter und ihre Kinder werden losgebunden und können nun zumindest gemeinsam im Schatten stehen. Sridevi weiß, dass die Händler die Schafe nur deshalb losbinden, weil sie so vehement für die Tiere eintritt. Sie weiß auch, dass es ein langer Prozess ist, bis die Händler ihr Verhalten grundlegend ändern und ihre Schafe auch ohne ihre Anwesenheit besser behandeln.

Doch für den heutigen Tag konnte sie einigen Tieren Erleichterung verschaffen. Und bei den Händlern gilt das alte Sprichwort „der stete Tropfen höhlt den Stein“. Sridevi wird in Kürze zurück in Thimitam und bei den Schafen sein.