Kameltransporte: Gemeinsam mit zwei jungen Tierärzten auf dem Kamelmarkt in Birqash

Gemeinsam mit den jungen ägyptischen Tierärzten Omar und Islam besuchen wir den Kamelmarkt in Birqash in der Nähe von Kairo. Wie bei früheren Einsätzen werden wir mit roher Gewalt und Rücksichtslosigkeit konfrontiert. Die Menschen auf dem Markt scheinen keinerlei Empathie für die Tiere zu empfinden.

Wir gehen dazwischen, um Stockschläge zu verhindern und versuchen den Arbeitern zu klären, wie sie die Tiere gewaltlos verladen können. Doch immer wieder sehen wir Kamele mit blutig geschlagenen Augen und Nasen. Besonders schlimm geht es Kamelkuh Clara, ihre starkblutenden Wunden im Gesicht sind kaum zu stillen. Als wir den Besitzer zu Rede stellen, will er sich herausreden, angeblich habe ein anderes Kamel die Wunde verursacht. Wir sehen festliegende Kamele mit gebrochenen Beinen, abgemagerte Tiere, Tiere mit eitrigen Geschwülsten, mit Hautausschlägen und ein Kamel mit einem stark bluteten Organvorfall. 

Omar und Islam helfen und tun was sie können, reinigen und versorgen Wunden und reden mit Engelszungen auf die Menschen ein. Doch in einem Land ohne Tierschutzvorschriften oder amtstierärztliche Kontrollen ist es extrem schwierig, Verbesserungen für die Tiere durchzusetzen.  

Als wir nach dem letzten Markttag im Auto sitzen, sind wir erschlagen und verzweifelt. Doch wir sind uns einig: Wir dürfen die Kamele nicht im Stich lassen und werden weiter bei den Tieren auf dem Markt in Birqash sein.