Kontrolle von Tiertransporten am Fréjus-Tunnel in Frankreich – Polizeikontrolle in Italien

Ein Team von Animals‘ Angels wartet an der Grenze zwischen Italien und Frankreich auf Tiertransporte. Nach einer kalten Nacht des Wartens im Auto fährt um 2 Uhr morgens ein Transporter an uns vorbei. Die letzten zwei Nächte haben wir hier mehrere Transporte kontrolliert, nun wollen wir einem bis nach Italien folgen.

Der Transporter fährt die ganze Nacht durch. Beim Überholen können wir sehen, dass junge Rinder dicht an dicht gedrängt auf zwei Ladeebenen stehen. Am Morgen hält er schließlich an einer Tankstelle an und wir können die Tiere sehen.

Es ist eng auf dem Transporter. Einige Rinder liegen, doch die anderen stehen teilweise über ihnen. Es gibt nicht genügend Platz für alle, um sich hinlegen und ausruhen zu können. Auch ist der Metall- Boden kaum mit Einstreu bedeckt und ist somit sicherlich keine bequeme Liegefläche.

Schnell erregt Linus unsere Aufmerksamkeit – er sieht besonders erschöpft aus. Seinen Kopf hält er ständig gesenkt, wir wissen nicht ob aus Platzmangel oder aus Erschöpfung. Vielleicht eine Mischung aus beidem.

Während wir nach den Tieren sehen, hält neben uns ein Polizeiauto. Als die Beamten uns und den Transporter sehen, starten sie umgehend eine Kontrolle. Die Kontrolle stellt sich bald als sehr umfassend heraus – über sechs Stunden zieht sie sich hin. Drei Amtstierärzte werden dazu gezogen. Der Transporter wird zu einer Waage und zum Veterinärbüro eskortiert.

Leider dürfen wir nicht bis zum Schluss dabei sein, doch wir haben die Ergebnisse der Kontrolle bereits auf offiziellem Weg angefragt. Die Dauer der Kontrolle ist für die Tiere problematisch, da sie während dieser Zeit auf dem Transporter ausharren müssen. Für uns ist die Dauer nicht nachvollziehbar. Umso mehr hoffen wir, dass dessen Ausgang präventive Konsequenzen haben wird.

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