Marokko: Artikel über die Arbeit von Animals‘ Angels bei den Eseln in Marokko

Gestern veröffentlichte einer der größten spanischen Radiosender, Cadena SER, einen Online-Artikel der den Eseln und der Arbeit von Animals‘ Angels in Marokko gewidmet ist.

Ali, unser marokkanischer Mitarbeiter, berichtet in dem Interview über unsere Arbeit vor Ort auf den Märkten und die größten Probleme, die für die Tiere bestehen. Er erzählt, dass man in Marokko einen jungen Esel bereits für 40-50 Euro kaufen kann – dementsprechend wenig wertschätzend werden sie auch behandelt. Das erfährt Ali regelmäßig auf seinen Marktbesuchen, wenn er immer wieder auf abgemagerte Esel trifft, die angebunden in der knalligen Sonne ausharren müssen, ohne Wasser und Futter, oder viel zu schwere Lasten schleppen müssen. Deshalb ist nicht nur die Versorgung der Tiere so unglaublich wichtig, sondern auch die Aufklärungsarbeit, um den Besitzern einen besseren Umgang mit ihren Tieren näher zu bringen.

Der Artikel berichtet außerdem über den mehrtägigen Workshop, der im Frühjahr von Animals‘ Angels in Kooperation mit der spanischen Organisation Refugio del Burrito (The Donkey Sancturay) organisiert wurde, um eben diese Aufklärungsarbeit zu leisten. Beispielsweise wurden die Besitzer im richtigen Umgang mit Geschirren und Zäumung für ihre ‚Lasten’tiere von einem Expertenteam geschult. Der nächste Workshop ist bereits in Planung, auch wenn Ali aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es oft ist, ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere bei den Besitzern zu schaffen.

Wie freuen uns, dass in dem Artikel auch die Beziehung zwischen Menschen und Eseln thematisiert wird, denn obwohl die Esel seit Jahrhunderten treu an der Seite für uns Menschen arbeiten und oft ausgenutzt werden, ob als ‚Lasten’tiere, auf dem Feld oder in der Stadt, erfahren sie nicht die Wertschätzung und den Respekt, die sie eigentlich verdienen.

Deshalb hoffen wir, dass wir durch die Arbeit von Ali, Habib und Boubaker vor Ort bei den Eseln zu einem Umdenken und respektvollerem Umgang miteinander beitragen können.

Aufhänger für diesen Artikel waren übrigens die beiden Schlagzeilen über zwei Esel, die diesen Monat in Marokko bestraft wurden – der eine Esel wurde vor Gericht verurteilt, weil er angeblich Drogen transportiert haben soll, der andere Esel wurde mit einem Abschleppwagen aus dem Verkehr gezogen, weil er gegen die Verkehrsregeln verstoßen hatte.

Weitere Einsätze und Neuigkeiten

Im Rahmen des Masterstudiengangs ‚Animal Law & Society‘ der juristischen Fakultät der autonomen Universität Barcelona...

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