Marokko: Endlich wieder im Einsatz für die Tiere auf den Märkten

Endlich kann unser Team in Marokko wieder die Tiere auf den Märkten besuchen! Aufgrund der Covid19-Pandemie und die sehr strengen Regeln und den strikten Lockdowns waren die beiden Märkte in Shkerat und Mers El Kher in der Region um Rabat mehr als vier Monate geschlossen.

 

Auf dem Samstagsmarkt in Mers El Kher kontrollieren Ayoub und Boubaker zunächst den Verkaufsbereich der Vögel. Es ist fast leer dort – nur ein paar Verkäufer sind anwesend. Gerade bei der Sommerhitze haben die Tiere starken Durst, so wie die Gans Kafir. Sie freut sich sehr über Ayoubs mitgebrachtes Wasser. Was uns heute sehr freut: die meisten Besitzer haben Schattenplätze für die Vögel bereitgestellt. Das ist bisher immer noch keine Selbstverständlichkeit hier. Leider genauso wie die Unterbringung der Hühner, Enten, Gänse und anderen Vögel: Üblicherweise werden sie mit zusammengebundenen Beinen und/oder Flügeln auf dem Markt angeboten. Es ist jedes Mal deprimierend für unser Team zu sehen, dass die Verkäufer einfach nicht bereit sind, umzudenken und wenigstens Gehege oder Käfige für ihre Tiere mitzubringen, damit sie nicht gefesselt und am Boden liegend verkauft werden. Aber Ayoub und Boubaker geben nicht auf und werden auch weiterhin mit den Menschen sprechen sowie Wasser und Futter für die Vögel organisieren, sodass sie ein bisschen Erleichterung während des Marktes erfahren.

Bei ihrer Runde über den Markt helfen Ayoub und Boubaker den Eseln und Pferden, die zum Teil an ihren Karren angebunden sind – ohne jeglichen Schatten. Unser Team leistet Erste Hilfe, wenn nötig, und gibt den durstigen Tieren zu trinken.

Zum Schluss besuchen Ayoub und Boubaker unseren alten Bekannten Nabih und die anderen Esel, die in der Nähe des Parkplatzes leben. Sie sind an einer Steinmauer angebunden und sind auch außerhalb des Markttages dort. Ein trostloses Leben, denn sie können sich kaum bewegen und haben meist auch keinen Schatten. Als unser Team sie heute zum ersten Mal seit langer Zeit wiedersehen kann, sind Ayoub und Boubaker sehr besorgt: Nabih und die anderen Esel haben stark abgenommen. Sie sehen erschöpft und müde aus und sie haben Durst, sehr viel Durst sogar. Nachdem sich unser Team um die Esel gekümmert und ihnen auch viel Liebe geschenkt hat, versuchen Ayoub und Boubaker die Besitzer ausfindig zu machen. Sie wollen von ihnen erfahren, wie sie und die Tiere den Lockdown überstanden haben. Doch leider ohne Erfolg. Ayoub und Boubaker werden es nächste Woche wieder versuchen, um die Besitzer der Esel zur Rede zu stellen.

Neben den Eseln treffen sie heute auch ein neues Gesicht: das Pferd Mansur. Er sieht gut gepflegt aus und hat Wasser und Futter zur Verfügung. Der Besitzer erzählt unserem Team stolz, dass er Mansur wie ein Familienmitglied behandelt. Er freut sich über unsere Arbeit und ist überzeugt, dass auch Tiere unsere Hilfe verdienen – wenigstens eine positive Begegnung heute für Ayoub und Boubaker, die ihnen Hoffnung macht!

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