Marokko: Im Einsatz für die Tiere in Mers El Kheir

Diesen Samstag kommt das marokkanische Animals’ Angels-Team um Ali, Habib und Boubaker gegen Mittag auf dem Souk an. Sie drehen wie gewohnt erst eine Runde über das Gelände, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Die Esel, die die ganze Woche über auf dem “Parkplatz” der ‘Lasten’tiere leben, sehen heute schmutziger aus als sonst – wahrscheinlich wegen dem Regen der letzen Tage – machen insgesamt aber trotzdem einen guten Eindruck. Ali, Habib und Boubaker geben ihnen zu trinken und berichten, dass die Esel sie erneut freudig begrüßt haben. Diese Anerkennung durch die Tiere bestätigt unser Team jedes Mal, trotz all der Schwierigkeiten weiterzumachen. Sie berichten auch von der positiven Entwicklung, dass hier auf dem “Parkplatz” die Besitzer ihre Tiere nicht mehr mit dünnen Plastikstricken festbinden, sondern jetzt weichere und breitere Stricke nehmen, die die Haut der Tiere nicht verletzen.

Bei ihrer weiteren Runde über den Souk stellt unser marokkanisches Team begeistert fest, dass mittlerweile die Mehrheit der Esel, Mulis und Pferde, die als ‘Arbeits’tiere Karren ziehen müssen, von ihren Besitzern selbständig abgespannt und abgesattelt werden während der Wartezeit auf dem Markt. Dies sah zu Beginn der Arbeit von Ali, Habib und Boubaker noch ganz anders aus, als die Tiere so gut wie nie von ihren Geschirren und Lasten befreit wurden.

Unser Team sieht auch einen Esel, der einen für seine Größe zu beladenen Karren ziehen muss. Der Besitzer versichert, dass die Säcke auf dem Karren nichts wiegen, weil sie nur mit Stroh gefüllt sind und unser Team erklärt dem Mann, warum es so wichtig für seinen Esel ist, nicht zu schwere Lasten ziehen zu müssen.

Auch heute findet unser AA-Team wieder einen verletzten Esel, Sabir. Seine Verletzung stammt von dem Geschirr, das schlecht sitzt – wie in den meisten Fällen. Die Besitzer wissen es, aber handeln nicht entsprechend, um Druckstellen und aufgescheuerte Stellen zu vermeiden. Ali, Habib und Boubaker versorgen die Wunde, die auf den ersten Blick klein aussieht, aber beim Wegschneiden der Haare einen starken, eitrigen Gestank abgibt. Sie klären die Besitzer auf und verändern mit ihnen zusammen das Geschirr an der Stelle, die die Wunde verursacht hat.

Zum Abschluss des Einsatztages verteilen Ali, Habib und Boubaker noch Halfter an die Tiere, die sie am dringendsten nötig haben, und putzen und pflegen einige der Esel und Pferde.

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