Rumänien: Die Tiermärkte sind geschlossen, doch das Leid geht weiter

Animals‘ Angels kontrolliert vier Tiermärkte in Rumänien. Seit gut sechs Jahren prangern wir an, dass die Behörden hier weder ausreichend kontrollieren noch gegen die Misshandlung der ‚Nutz’tiere beim Verkauf und Transport auf den Märkten vorgehen. Aufgrund der Warnung vor Tierseuchen sind die Märkte im Land derzeit geschlossen. Wir sind erleichtert. Doch nur wenige Meter entfernt von den Märkten werden trotzdem unerlaubt Tiere verkauft – wenn auch deutlich weniger. Teils unter den Augen der Polizei.

Hier begegnen wir vor allem Hühnern. Sie leiden unter der Kälte und zittern. Sie haben oft Verletzungen an den Flügeln und sind an den Beinen gefesselt. Wie leblose Waren werden sie von den Verkäufern auf den Boden gelegt. Interessierte Käufer heben sie an den Beinen und Flügeln hoch und legen sie achtlos wieder ab – als wären sie Salatköpfe. Sie kümmern sich nicht darum, ob sie den Tieren Schmerzen zufügen. Nur ein Kind zeigt sich einfühlsam, als es sieht, wie wir die Henne Emma streicheln, und macht es uns nach. Auf unsere Bitte hin legt es auch etwas Pappkarton als Schutz vor der Kälte unter das Tier.

Jetzt, wo die Märkte geschlossen sind, werden zwar viele Hunderte und Tausende Tiere nicht mehr transportiert und stundenlang ohne Wasser und Futter der Hitze oder Kälte ausgesetzt, aber das ist nicht genug! Der grausame und rücksichtlose Umgang mit den ‚Nutz’tieren wurde dadurch nicht beseitigt. Wir fordern, dass die rumänischen Behörden auch die inoffiziellen Märkte kontrollieren und die Vorschriften zum Schutz der Tiere hier durchsetzen.

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