Rumänien: Tiermarkt-Kontrolle in Calarasi

Animals’ Angels kontrolliert den Tiermarkt in Calarasi, Rumänien. Wir wollen prüfen, ob die traditionelle vorweihnachtliche Schlachtung von Schweinen auch in diesem Jahr stattfindet.

Wir stellen erfreut fest, dass an allen Markttagen eine Veterinär auf dem Markt zugegen ist. Gemeinsam mit Beamten der Polizei stellt er sicher, dass die Marktbesucher die Gesetze einhalten. Auf dem Gelände wurden außerdem Warnschilder angebracht, die über das Verbot der Schlachtung von Schweinen und des gewaltsamen Umgangs mit den Tieren auf dem Gelände informieren. Im Vergleich zu unseren Marktkontrollen der letzten zwei Jahre – als die Schlachtungen noch vor den Augen von mit Gleichgültigkeit reagierenden Polizisten durchgeführt wurden – zeichnet sich hier ein großer Fortschritt ab.

Die Käufer und Verkäufer in Calarasi sind Kleinbauern, alte Praktiken sind hier noch immer präsent. So ist z. B. der Umgang mit den Ferkeln sehr grob. Sie werden kopfüber an den Beinen gepackt und schreien laut vor Stress und Schmerz. Die schwereren Schweine werden an ihren Ohren und Schwänzen gezerrt oder an den Beinen zusammengebunden. Der Oberkiefer wird ihnen mit einem Draht umwickelt der starke Schmerzen verursacht. Anschließend werden sie mit anderen Schweinen zusammen in Kofferräumen und auf Pferdekarren transportiert.

Auch wenn die örtlichen Behörden bestrebt sind, die Schlachtungen auf den Märkten zu unterbinden und die Marktbesucher zur Einhaltung der Gesetze zu verpflichten, werden – bedauerlicherweise – nur wenige hundert Meter vom Markt entfernt dennoch Schweine geschlachtet. Im Andenken an diese Schweine und all die Tiere, die an diesem Samstag einen schrecklichen Tod in den Hinterhöfen gestorben sind, zünden wir eine Kerze an. Sie soll auch ein Symbol für unsere Hoffnung sein, dass diese veraltete und barbarische Tradition in Zukunft ein Ende hat.

Animals‘ Angels ist auch weiterhin auf den Märkten in Rumänien. Gemeinsam mit den örtlichen Behörden arbeiten wir darauf hin, das Leid der Tiere wenigstens zu mildern und dass ‚Nutz’tiere als fühlende Wesen gesehen werden.