Schweine leiden unter mehr als 30 °C – Wassertränken teilweise außer Reichweite der Tiere

Anda und Animals‘ Angels begleiten einen Tiertransport mit Schweinen von der spanischen Grenze aus bis Italien. Es sind 190 Schweine auf drei Ladeebenen geladen, eng gedrängt und erschöpft vom langen Transport und der Hitze. Sie werden in ein süditalienisches Schlachthaus gebracht.

Wir entdecken, dass die Tiere auf der zweiten und dritten Ebene nicht an die Tränken kommen – entweder sind die Wassernippel zu weit oben oder zu niedrig positioniert. Laut Gesetz müssen Schweine auf Transporten über lange Strecken aber durchgehend Zugang zu Wasser haben. Wieder einmal müssen wir feststellen, dass die Realität anders aussieht und dass bei Temperaturen über 30 °C. Unvorstellbar und einfach nur verantwortungslos, dass dieser Transport über eine Strecke von mehr als 1.800 km genehmigt wurde.

Zwar verstellen die Fahrer in Frankreich die Höhe des zweiten Decks, sodass die Tiere dort wenigstens an die Tränken kommen. Doch die Schweine im dritten Deck kommen immer noch nicht dran. In Italien veranlassen wir eine Polizeikontrolle. Die jungen Polizisten sind hochmotiviert, auch wenn sie wahrscheinlich zum ersten Mal einen Tiertransport kontrollieren. Der hinzugerufene Amtstierarzt ist leider keine große Hilfe. Er möchte den Lkw schon fahren lassen, bis wir ihm das Problem mit den Tränken erklären. Zudem ist der Wassertank leer. Auch weisen wir immer wieder auf die zu hohen Temperaturen in Frankreich hin und die zu niedrigen Decken für die Tiere in der ersten Ebene. Der Fahrer versucht, die Ladedecks so zu verstellen, dass die Tiere im dritten Deck endlich auch an die Tränken kommen. Leider vergeblich.

Die Polizei spricht eine Strafe gegen den Transporteur aus, der Amtstierarzt tut nichts. Zwar diskutieren wir, dass eine Notentladung der Tiere nötig wäre – damit Emiliano und die anderen 189 Schweine richtig trinken und sich von den Strapazen des Transports erholen können. Zumal mit großer Wahrscheinlichkeit die maximal erlaubte Transportzeit von 24 Stunden überschritten wird. Doch im Endeffekt verordnet der Amtstierarzt nichts. Die Polizei muss die Fahrer auffordern, an der nächsten Tankstelle den Wassertank aufzufüllen. Überprüfen können sie es leider nicht, selbst wenn sie es gerne würden. Deshalb fahren wir hinterher, um sicherzugehen, dass wenigstens dies geschieht.

Wir reichen Beschwerde bei den zuständigen Behörden in Spanien und Italien und weiterhin den Druck aufrechthalten, damit irgendwann wenigstens die Mindestanforderungen zum Schutz der Tiere beim Transport eingehalten werden.

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