Spanien: Die ungesehenen Tiere auf den Kurzstreckentransporten

Kurzstreckentransport in Spanien

Wir sind auf den Straßen Spaniens unterwegs und konzentrieren uns dieses Mal auf die Kontrolle von sogenannten Kurzstreckentransporten. Diese Transporte dauern unter 8 Stunden und für sie gelten spezielle Gesetzmäßigkeiten, es ist z. B. keine Genehmigung des Transportes durch Amtstierärzte erforderlich. Dadurch werden diese Transporte oftmals generell viel weniger kontrolliert. 

Wir beobachten unzählige Transporte von Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden. Oftmals handelt es sich um ‚ausgediente‘ Tiere, die keinen ‚Nutzen‘ mehr für den Menschen haben oder Tiere, die speziell für die ‚Fleischproduktion‘ gezüchtet und gehalten wurden. Wir blicken in die Augen von Tieren, die wahrscheinlich noch nicht nichts von ihrem endgültigen Bestimmungsort wissen: in den meisten Fällen ein Mastbetrieb oder Schlachthof. 

In kaum einem der beobachteten Transporte wurde Einstreu für die Tiere verwendet. Sie ist für Kurzstreckentransporte nicht explizit vorgeschrieben, was bedeutet, dass die Tiere auf dem blanken Metallboden stehen. Dadurch ist der Boden rutschiger und die Verletzungsgefahr steigt. Außerdem vermeiden es die Tiere natürlicherweise, sich auf dem schmutzigen Untergrund niederzulegen, was zu Erschöpfung führt. Ungeeignete Trennwände vergrößern ebenso die Verletzungsgefahr für die Tiere und oftmals haben die Tiere viel zu wenig Platz, um sich zu bewegen oder ihre natürliche Körperhaltung einzunehmen.

Tiere müssen den Respekt erhalten, den sie verdienen. Ihre Bedürfnisse müssen oberste Priorität haben. Unabhängig davon, welchen „wirtschaftlichen Wert“ der Mensch ihnen zuschreibt. Solange dies nicht Realität ist, werden wir bei den Tieren sein und auf diese Missstände aufmerksam machen. Weil sie ansonsten nicht gesehen werden.