Spanien: Hühner während extremer Hitzewelle bei 38 °C transportiert

Extreme Hitzewelle in Spanien: Die Behörden fordern die Menschen auf, nachmittags nicht das Haus zu verlassen. In einigen Städten werden Rekordtemperaturen verzeichnet. Doch die Tiertransporte fahren weiter. Animals‘ Angels ist auf Autobahn AP7 unterwegs in Richtung Südspanien, als wir um 16:00 Uhr einen Tiertransport mit Hühnern (sogenannten Broilern) sehen. Unser Thermometer zeigt 38 °C.

Dass die Tiere leiden ist offensichtlich: Verzweifelt stecken sie ihre Köpfe durch die engen Gitterstäbe der Käfige, um im Fahrtwind Erleichterung zu finden. Die Vögel sind extrem temperaturanfällig. Wissenschaftler empfehlen daher schon lange, Geflügeltransporte nur bei Temperaturen bis etwa 25 °C durchzuführen. Das EU-Gesetz zum Schutz der Tiere beim Transport gibt zwar an, dass Leiden der Tiere auf den Transporten vermieden werden muss, macht aber keine konkreten Angaben zu den erlaubten Temperaturen bei ‚kurzen‘ Transporten bis acht Stunden.

Animals‘ Angels und die spanische Tierschutzorganisation ANDA haben deshalb Infobroschüren zum Umgang mit Hitzetransporten für die spanische Polizei erstellt, die bereits großflächig im ganzen Land verteilt wurden. Doch in diesem Fall ist es keine Option, die Polizei zu alarmieren. Denn bei einem Stopp des Transports (solche Kontrollen dauern meist etwas länger) würde sich die Situation für die Tiere extrem verschlechtern.  Wir machen Fotos und Videos und wenden uns mit einer Beschwerde direkt an den Schlachthausbetreiber und die zuständigen Behörden.

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