Spanien: Geflügeltransport auf die Kanarischen Inseln

Geflügel wird auf einer der längsten Transportstrecken der EU transportiert

Animals’ Angels ist im Hafen von Cádiz, um die Tiertransporte vom spanischen Festland auf die Kanarischen Inseln zu überwachen – eine der längsten Routen innerhalb der Europäischen Union. Glücklicherweise sind die Temperaturen heute nicht so hoch wie in den vergangenen Tagen, dennoch bleibt es im Hafen warm und feucht. Unser Team sieht etwas, das wir seit 2004 nicht mehr erlebt haben: den Transport von Geflügel auf die Kanarischen Inseln. Zwei leere Geflügeltransporter fahren von derselben Fähre, die auch für Rindertransporte genutzt wird. Das bedeutet, dass nur wenige Tage zuvor Tausende von Legehennen über das Meer transportiert wurden. Laut Aussagen von Rindertransportfahrern sind die Bedingungen für die Hennen während der Überfahrt extrem schlecht, und Hunderte von ihnen überleben die Reise nicht. Der Transport von Geflügel über so lange Strecken und bei hohen Temperaturen verursacht enormes Leid. Vögel können bereits bei Temperaturen deutlich unter 30 °C einen Hitzestress erleiden. Es ist äußerst besorgniserregend, dass diese Transporte weiterhin von der spanischen Regierung subventioniert werden und dass die zuständigen Behörden sie selbst während Hitzewellen und auf solch langen Routen genehmigen. Dass Geflügeltransporte auf die Kanarischen Inseln nach mehr als zwei Jahrzehnten zurückkehren, ist ein großer Rückschritt für den Tierschutz. Es ist eine äußerst enttäuschende Entwicklung. Wir werden diese Transporte untersuchen und die Behörden kontaktieren, um ein sofortiges Verbot von Geflügeltransporten auf die Kanarischen Inseln – zumindest während der Sommermonate – zu fordern.