Spanien: Kontrolle des Pferdemarktes in León

Nach mehreren Jahren kontrollieren ANDA und Animals‘ Angels erneut den Pferdemarkt in Léon. Wir wollen überprüfen, ob die in jahrelanger Arbeit erreichten Verbesserungen für die Tiere fortbestehen und ob der Tierschutz auf dem Markt weiterentwickelt wurde.

Ein Pferdehändler sagt zu uns: „Ihr hättet nicht so lange wegbleiben dürfen, denn wir haben vieles vergessen, was wir von Euch gelernt haben und die Tierärzte kümmern sich nicht, wenn ihr nicht da seid.“ Das bestätigt unseren Eindruck: Zwar wurden viele Verbesserungen beibehalten, wie z. B. dass vom Markt aus keine Langstreckentransporte abgefertigt werden, und auch der Zustand der Tiere ist insgesamt besser und der Umgang mit ihnen ruhiger, überlegter und ohne Gewaltanwendung. Doch gut 90% der Kurzstreckentransporte vom und zum Markt verstoßen gegen die EU- Tiertransportvorschriften. Da die Tiere nur einige Stunden bleiben, wird auf dem Markt keine Einstreu verwendet und die allermeisten Tiere werden nicht mit Wasser versorgt.

Besonders traurig sind die Fälle von Isa und Valentina. Isa ist eine junge Stute. Sie ist vollkommen abgemagert, ihre Vorderhufe sind deformiert und sie hat eine eitrige Wunde am Kinn. Valentina hat eine schlimme Wunde am rechten Auge. Die Augenhöhle ist scheint leer und dicker Eiter tritt aus. Beide Stuten hätten nicht auf den Markt gebracht werden dürfen. Wir informieren die Tierärzte, doch sie unternehmen nichts, ergreifen keine Maßnahmen. Wie immer hören wir die gleiche Ausrede: Sie sind zu beschäftigt mit der Ausfertigung der Begleitpapiere.

Anda und Animals‘ Angels werden die entsprechenden Beschwerden einreichen und wir sehen uns gezwungen, den Markt wieder intensiveren Kontrollen zu unterziehen.