Spanien: Rindermarkt in Santiago de Compostela bleibt einer der problematischsten des Landes

Gemeinsam mit der spanischen Organisation ANDA kontrolliert Animals‘ Angels den Tiermarkt in Santiago de Compostela. Wir kennen den Markt seit über 10 Jahren und trotz unzähliger Beschwerden, Anzeigen, Meetings und Medienberichten bleibt er einer der problematischsten des Landes.

Die Infrastruktur ist schlecht: Die meisten Tiere haben keinen Zugang zu Wasser und der Boden ist rutschig – eine Gefahr Tiere und Menschen zugleich. Doch besonders traurig und erschütternd ist der Anblick der ‚ausgedienten‘ ‚Milch’kühe. So viele sind ausgemergelt und gehen lahm. Ihre Körperhaltung und ihre Gesichter deuten auf Schmerz hin. Sie sind vollkommen erschöpft vom stundenlangen Stehen auf dem harten Boden des Marktes – ohne Futter und Wasser. Doch da sie schließlich bei der Verladung ohne große Probleme auf die Transporte zu den Schlachthäusern laufen können, gelten sie gemäß den gesetzlichen Vorgaben als transportfähig. Sie dürfen somit auf dem Markt verkauft und von dort aus weitertransportiert werden.

Selbst einige Händler stimmen uns zu: Hier wird einem die grausame Ausbeutung der ‚Milch’kühe ganz deutlich vor Augen gehalten. Trotz der vielen Rückschläge und leeren Versprechungen werden ANDA und Animals‘ Angels nicht aufgeben und sich weiter für tierfreundlichere Bedingungen auf dem Markt einsetzen – und vor allem für eine bessere Behandlung der ‚Milch’kühe.

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