Auf einem unserer Einsätze in Spanien entdecken wir einen Transporter mit ausgedienten spanischen Schafen auf dem Weg zur Schlachtung nach Bari in Süditalien. Die Tiere sind zusammengepfercht und erschöpft. Einige zeigen Atembeschwerden und knirschen mit den Zähnen – ein Zeichen für Unbehagen und Schmerz. Maggi leidet offensichtlich an Schmerzen am linken Auge. Während unserer Beobachtung hält sie dieses geschlossen, was durch eine Verletzung oder Entzündung bedingt sein kann. Der Zustand der Tiere verbessert sich nicht während des sehr langen Transportes. Beißend stechender Ammoniakgeruch strömt uns entgegen, als wir die Tiere während der Stopps wieder zu Gesicht bekommen. Die Tiere blöken. Die Tränken sind völlig ungeeignet für die Schafe und sie werden auch nicht per Hand getränkt. Das bedeutet mindestens 34 Stunden ohne Wasser, trotz der teils sehr hohen Temperaturen und des hohen Verkehrsaufkommens im Urlaubsverkehr von Frankreich und Italien. Leider bleiben das nicht die einzigen Verstöße, die wir bei diesem Transport vermerken müssen. Die erlaubte maximale Reisezeit wird bei weitem überschritten und wir finden gravierende Mängel in den von der Behörde abgesegneten Transportdokumenten. Besonders traurig macht uns, dass das Schicksal der Tiere nach ihrer Ankunft in Süditalien einzig und allein in der Schlachtung liegt. Wir werden Beschwerde bei allen Verantwortlichen einreichen und setzen uns weiter dafür ein, dass Transporte wie diese endlich ein Ende finden.










