Tansania: Auf dem Tiermarkt in Mtyangimbole fehlt an Wasser, Futter und Schutz vor der Sonne

Animals Angels ist auf dem Rindermarkt in Mtyangimbole, im Süden Tansanias. Da es in der Region kaum Rinderhaltungen gibt, werden Bullen und Kühe über weite Strecken zum hiesigen Markt gebracht und hier an die örtlichen Schlachthäuser verkauft.

Uns fällt Karim ins Auge, ein schmächtiger Bulle. Er ist mager und wirkt apathisch. Karim wurde gemeinsam mit einer Gruppe Rinder auf einem 6-tägigen Fußmarsch zum Markt getrieben. Es hat seit Monaten nicht geregnet und unterwegs gab es kaum Gras, um Karim und die anderen ausreichend zu füttern.

Auch am Markt fehlt Futter und Wasser. Den ganzen Tag harren die Rinder in der Sonne aus. Schließlich werden sie auf einen Lkw getrieben. Die Verladung ist chaotisch. Die Männer haben grobe Schlagstöcke und prügeln scheinbar wahllos auf die Tiere ein. Karim hat Glück und wird von den Stöcken verschont. Mit den anderen Rindern stolpert er auf den Lkw. Ziel des Transports ist der lokale Schlachthof.

Wir sprechen mit den zuständigen Behörden am Markt. Tansanias Tierschutzgesetz hat strenge Vorgaben. Das Schlagen von Tieren ist verboten. Es ist außerdem Vorschrift, die Tiere mit Wasser und Futter zu versorgen. Mit uns sind 40 Studenten des örtlichen Landwirtschaftscolleges zum Markt gekommen. Gemeinsam mit ihnen erstellen wir einen Plan, wie man die Bedingungen am Markt verbessern kann. Der Tierschutzlehrer des Colleges will sich mit seinen Studierenden und unserer Unterstützung dafür einsetzen, dass die Missstände am Markt bald der Vergangenheit angehören.

Mehr zu unserem Besuch des Colleges und unserem Tierschutz-Schulungsprogramm in Kürze!