Tiertransport von Dänemark nach Italien: Ferkel schlecht versorgt – Polizei verhängt Strafen

In Italien begleitet Animals’ Angels einen Tiertransport mit Ferkeln. Die jungen Tiere kommen aus Dänemark und sollen in Süd-Italien gemästet werden. Der Handel mit Ferkeln zwischen Dänemark und Italien hat sich zwischen 2014 und 2016 beinahe verdreifacht (Quelle: Eurostat).

Wir rufen die Polizei hinzu, die den Transporter einer Kontrolle unterzieht. Sofort zeigt sich ein schwerwiegendes Problem: Die Wassertränken sind abgestellt – und das obwohl Ferkel während dem Transport durchgehend Wasser benötigen.

Als die Fahrer das Tränk-System aktivieren, stellt sich heraus, dass ein paar der Tränk-Nippel in mindestens drei Abteilen (verteilt auf drei Ladeebenen) defekt sind. Hinzu kommt, dass nur auf einer Seite des Fahrzeugs Tränken angebracht sind. Die Tiere auf der anderen Seite können diese also nur schwer erreichen. Aber noch schlimmer ist, dass die Tränk-Nippel auf der vierten Ladeebene allesamt nicht erreichbar sind. Zahlreiche Metallstangen versperren den Ferkeln den Weg. Sie suchen verzweifelt nach Wasser.

Auch die Ferkel in der Nähe der defekten Tränken beißen vergebens in die Nippel, um an Wasser zu kommen. Sie haben Schaum vor ihren kleinen Mündern, kämpfen miteinander und fügen sich gegenseitig Bissverletzungen an Körper und Ohren zu.

Die Polizei stellt ein Bußgeld aus. Der Transporter darf dennoch seinen Weg zum Zielort fortsetzen. Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie fernab der Realität das Wunschbild der Europäischen Institutionen liegt – das Wunschbild vom tatsächlichen Schutz der ‚Nutz’tiere auf ihrem langen Weg zur Schlachtung. Animals‘ Angels wird diese Kluft zwischen Gesetz und Realität weiter dokumentieren.

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