Tiertransport von Frankreich nach Italien: Zu viele Schafe geladen

Animals' Angels kontrolliert einen Tiertransport mit Schafen, die von Frankreich aus nach Italien transportiert werden. Die etwa 550 Schafe sind auf vier Ebenen geladen – dies ist eindeutig zu viel, denn die meisten von ihnen stoßen mit den Köpfen und teilweise sogar mit dem Rücken an die Decke des LKW. Dadurch ist nicht nur die Möglichkeit für die Tiere genommen, während des Transportes natürliche Haltungen einzunehmen, sondern auch die Luftzirkulation über ihnen ist eingeschränkt. Die Luft im Inneren des LKW brennt vom Ammoniakgestank in den Augen und die Einstreu ist verschmutzt vom Kot und Urin der Tiere.

Verzweifelt auf der Suche nach Wasser und Futter lecken und knabbern Camille und ihre Artgenossen unaufhörlich an den Wänden, Seitenstangen und der Decke des LKW. Manche suchen auch im verschmutzten Einstreu nach Essbarem oder knabbern an Ohren und Fell ihrer Artgenossen. Die Fahrer zeigen sich wenig berührt, für sie entspricht der Transport den Vorschriften und sie sehen keine Probleme, denn „die Tiere bekommen Wasser so wie es vorgeschrieben ist.“

Gesetzlich vorgeschrieben bedeutet bei Schafen, dass sie nach 14 Stunden Transport für eine Stunde getränkt und gegebenenfalls mit Futter versorgt werden müssen. Camille und all die anderen Schafe an Bord dieses LKW werden heute jedoch ‚nur‘ knapp unter 14 Stunden transportiert – sie werden also durstig und hungrig bleiben.

Animals‘ Angels hat bei den zuständigen Behörden in Frankreich Beschwerde eingelegt und fordert ein Ende auch solch ‚kurzer‘ Langstreckentransporte.

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