Tiertransport von Holland nach Portugal: Ferkel stehen bei 30 °C im Stau – Tränken abgestellt

Animals‘ Angels folgt einem Tiertransport mit Ferkeln bis zum Bestimmungspunkt in Portugal. Die Tiere sind erst ungefähr einen Monat alt. Wir entdecken den Transporter in einem Stau auf einer französischen Autobahn bei Außentemperaturen von 30 °C. Die Ferkel sind von außen nicht sichtbar und man erhält den Eindruck, dass keine Tiere an Bord dieses Transporters sind. Doch wir hören und riechen die Ferkel und bleiben bei ihnen.

Diese Tierkinder wurden in Holland und Belgien geladen und durqueren fünf Länder und über 2000 km, um in Portugal geschlachtet zu werden.

Der Platz in einigen Abteilen ist sehr beschränkt. Die Ferkel sind dicht an dicht gedrängt und einige liegen sogar auf ihren Gefährten, da nicht alle Platz finden um gleichzeitig nebeneinander zu liegen. Die hohe Ladedichte verschlechtert die Luftzirkulation, was unter den herrschenden Sommertemperaturen zu Hitzestress für die Tiere führen kann. Auch das Tränkesystem ist ausgeschaltet, obwohl es vorgeschrieben ist, dass Schweine während des Transportes jederzeit Zugang zu Wasser haben müssen.

Einige Tiere führen Rangkämpfe aus, viele sind überdeckt mit Kratzern und Beißspuren, rangniedrige Tiere werden dominiert von ranghöheren. Daan steht auf drei Beinen in einer Ecke – scheinbar ganz in sich gekehrt. Sein rechtes Vorderbein ist massiv geschwollen und verursacht ihm offensichtlich starke Schmerzen. Er belastet es kaum und scheint jegliche unnötige Bewegung zu vermeiden.

Nichtsdestotrotz müssen er und seine Kameraden/innen eine Reise von über 23 Stunden aushalten, um in einem portugiesischen Schlachthaus abgeladen und geschlachtet zu werden.

Animals’ Angels wird weiterhin bei den Tieren auf den Straßen sein, um die Auswirkung der Langstrecken-Transporte auf die Tiere zu dokumentieren.

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