Tiertransport von Lettland nach Polen: Die Rinder stehen nassgeschwitzt in ihren eigenen Exkrementen

Im Dezember kontrolliert Animals‘ Angels einen Tiertransport mit jungen Rindern. Die Tiere werden von Lettland nach Polen transportiert. Wir finden den Lkw durch Zufall in Litauen und sind geschockt über die katastrophalen Zustände im Inneren.

Die Färsen Taisija und Maris schauen uns mit dreckverschmierten Gesichtern an. Zusammen mit 39 weiteren Rindern stehen sie in ihren eigenen Exkrementen. Die dürftige Einstreu hat sich längst in ein ekliges Gemisch aus Kot und Urin verwandelt. Es stinkt fürchterlich nach Ammoniak, der die Schleimhäute der Tiere reizt. Durch die fehlende Einstreu, die Ausscheidungen und die Körperwärme der Tiere ist die Luft im Lkw sehr feucht. Nassgeschwitzt und mit feuchtem Fell stehen Taisija, Maris und die anderen Rinder im LKW – obwohl draußen Minusgrade herrschen.

Mittlerweile haben wir Akteneinsicht angefordert und den Transport bei den zuständigen Behörden angezeigt. Auf dem Papier sei alles in Ordnung, sagt man uns. Doch wir zeigen den Behörden die Realität, denn wie so oft liegen Welten zwischen Theorie und Wirklichkeit. Wir bringen die wirkliche Geschichte von Taisija, Maris und ihren Weggefährten auf die Schreibtische der Behördenvertreter. Damit sie endlich genau hinschauen und erkennen, dass sie hier nicht Nummern abfertigen, sondern über das Schicksal fühlender Lebewesen entscheiden!

Weitere Einsätze und Neuigkeiten