Tiertransporte an Ostern: Eine Tortur für Lämmer aus Ungarn auf dem Weg nach Italien

Animals‘ Angels kontrolliert Lämmertransporte vor Ostern. Früh am Morgen treffen wir an einer Tankstelle auf einen Lkw. Wir nutzen die Gelegenheit, um nach den Tieren zu sehen. Im Inneren ist es sehr eng. Die Tiere kommen aus Ungarn und werden zu vier verschiedene Schlachthäuser in Zentral- und Süditalien transportiert. Wir entscheiden, die Tiere bis zu ihrem Ziel zu begleiten.

Während der Transport den Behörden bei der Abfertigung wohl noch verhältnismäßig erschien, erweist er sich in der Realität als wahre Tortur für die Tiere: Die zulässigen Transportzeiten werden bei der weiten Strecke längst überschritten. Die Entladung am ersten Zielort ist unheimlich grob. Die Tiere werden teilweise an den Beinen gepackt und gezerrt. Am nächsten Bestimmungsort müssen die Tiere bis zur Entladung am nächsten Morgen warten. Sie stehen über Nacht bei bis zu -1 °C auf schmutzigen und feuchten Stroh, eingepfercht in der Enge. Gyémánt überlebt die Nacht nicht. Das zwei Monate alte Lamm starb wahrscheinlich im Schlaf. Die anderen Lämmer kommen hungrig, durstig und erschöpft – nach 2.100 Kilometern – am Schlachthof an, um hier für die Ostertraditionen der Menschen zu sterben.

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