Tiertransporte aus Rumänien: Lämmer auf vier Etagen transportiert

Animals’ Angels folgt in Rumänien einem Tiertransport mit Lämmern. Die rumänischen Tiere sollen in ein Schlachthaus nach Athen gebracht werden. Aus wirtschaftlichen Gründen werden die Lämmer auf vier statt auf drei Ebenen transportiert. Die Höhe der einzelnen Ladeebenen ist dadurch stark vermindert. Viele der Tiere stoßen mit ihren Köpfen an die Decke und können nicht aufrecht stehen. Zudem wird die Luftzirkulation eingeschränkt und die Ammoniak-Konzentration in den Abteilen steigt an. Atemwegsreizungen sind die Folge.

Als würde das nicht schon reichen, verfügen die Tiere über keine ausreichende Einstreu. Sie liegen und stehen stattdessen auf dem Metallboden der mit einer Mischung aus Matsch, Urin und Fäkalien bedeckt ist. Verschlimmert wird dieser Zustand für die Lämmer zusätzlich durch die kalten Temperaturen, die während der nächtlichen Fahrt durch schwere Schneestürme in Rumänien und Bulgarien auf -2 °C gefallen sind. Es wäre das Mindeste, ihnen mit dicker Einstreu etwas Schutz vor der Kälte zu bieten sowie die Möglichkeit, ruhen zu können (so gut dies eben unter Transportbedingungen möglich ist).

In Bulgarien verständigen wir die Polizei und hoffen, dass Sie im Zuge ihrer Kontrolle die Transportbedingungen für die Schafe verbessern. Aber die Beamten kennen sich nicht mit der EU-Tierschutz-Transportverordnung aus und der LKW setzt seine Fahrt ohne Beanstandung fort.

Wir verständigen daraufhin die zuständigen Behörden in Griechenland über die von uns dokumentierten Verstöße. Aber die einstündige Pause, die das Fahrzeug an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland einlegen muss, reicht für die Behörden scheinbar nicht aus, um zu handeln. Die Lämmer werden letztendlich unter den ursprünglichen Bedingungen bis zum Schlachthaus nach Athen transportiert.

Weitere Einsätze und Neuigkeiten

Im Rahmen des Masterstudiengangs ‚Animal Law & Society‘ der juristischen Fakultät der autonomen Universität Barcelona...

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