Tiertransporte in der EU: Rinder von Frankreich nach Italien mit viel zu wenig Platz

Unzählige junge Rinder werden jede Woche von Frankreich nach Italien transportiert. Wir sind deshalb mit einem Team an der französisch-italienischen Grenze und kontrollieren Dutzende Tiertransporte. Auch wenn die immens hohen Zahlen der zwischen den Ländern transportierten Tiere bekannt sind – erst bei ihnen vor Ort zu sein und ihre Augen zu schauen, zeigt die wahren Verhältnisse. In nur zwei Nächten sehen wir ungefähr 3.000 Rinder, aber auch Pferde, Schweine und Hühner.

Bei den Transporten steht einmal mehr der Profit an erster Stelle: Die verfügbare Fläche der Lkw wird bis zum Äußersten genutzt, sodass die Tiere dicht aneinander gedrängt stehen und jede kleinste Bewegung eine Herausforderung für sie darstellt. In totaler Enge und ohne angemessene Einstreu müssen sie diese (teils über 12 Stunden dauernden) Transporte durchstehen.  

In diversen Treffen mit zuständigen Tierärzten und Polizeikräften diskutieren wir die beobachteten Probleme und weisen darauf hin, dass gängige Praxis nicht automatisch rechtlich und ethisch berechtigt ist. Im nächsten Jahr sind wir wieder bei den Tieren auf dieser Route, um gemeinsam mit den Behörden Verbesserungen zu erreichen.