Tiertransporte in der EU: Schafe auf vier Ebenen leiden unter Platzmangel

Animals‘ Angels kontrolliert Tiertransporte in Rumänien. Auf einer Landstraße im Osten fällt uns ein Transport mit Schafen auf. Wir folgen ihm. Als er kurz darauf für einige Minuten anhält, können wir nach den Schafen sehen. Sofort fällt uns Miro auf – er liegt auf der Seite, seine Augen sind halb geschlossen. Durch die Enge im Inneren stehen und sitzen andere Schafe über und auf ihm. Wir versuchen ihn zum Aufstehen zu bewegen, doch er macht einen erschöpften Eindruck und bleibt regungslos liegen.

Die meisten anderen Schafe stehen. Doch da sie zur Steigerung des Profits auf vier Ladeflächen geladen wurden, stoßen sie mit ihren Köpfen oder Rücken an die Decke. Wegen der vielen Schlaglöcher in den Straßen in Rumänien eine zusätzliche und unnötige Belastung für die Tiere. Sie müssen teils in gebückter Haltung stehen und jedes Schlagloch birgt die Gefahr, dass sie ihre Köpfe an der Decke anstoßen.

Am Schlachthof angekommen machen wir den Fahrer auf Miro aufmerksam. Doch auch er kann Miro nicht zum Aufstehen bewegen. Erst bei der Entladung kommt er schließlich wieder auf die Beine und wird zusammen mit den anderen 400 Schafen in den Schlachthof getrieben.

Wir haben die Betreiber des Schlachthofs auf die Problematik und Gesetzeswidrigkeit der Transporte von Schafen auf vier Ladeflächen hingewiesen, und reichen bei zuständigen Behörden Beschwerde ein.