Tiertransporte in Deutschland: ‚Schlacht'pferde ohne Wasser

Animals’ Angels begleitet Transporte von ‚Schlacht’pferden von einem Pferdemarkt in Sachsen-Anhalt aus. Bereits seit früh morgens sind 24 Pferde auf zwei LKW geladen und warten direkt neben dem Marktgelände. Die Laderampen sind geschlossen. Bei sommerlich-heißen Temperaturen bekommen die Pferde kein Wasser zur freien Verfügung und in mindestens einem der LKW gibt es noch nicht einmal geeignete Tränkvorrichtungen.

Die Pferde stehen nicht in Einzelboxen und sind so kurz angebunden, dass sie sich bei Bedarf nicht hinlegen könnten. Gerade während so einer langen Wartezeit auf dem LKW kann es leicht zu Rangeleien und Verletzungen untereinander kommen.

Als die LKW nachmittags endlich losfahren, sind die Tiere bereits seit über 7,5 Stunden an Bord. Weder die Marktverantwortlichen, noch die Verkäufer interessieren sich dafür, welche Strecke noch vor den Tieren liegt – und ob sie überhaupt gültige Transportpapiere haben.

Wir schon. Wir fahren hinterher und begleiten einen der LKW bis zu einer Sammelstelle in Niedersachsen, die wir nach weiteren 7,5 Stunden Fahrt endlich erreichen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Pferde bereits seit 15 Stunden an Bord. Um dann anschließend von der Sammelstelle aus ins Schlachthaus transportiert zu werden.

Weder entsprechende Papiere für einen Transport über 8 Stunden lagen vor, noch ist nachvollziehbar, weswegen die Pferde mehr als 7,5 Stunden auf dem LKW ausharren mussten, während die Fahrer ihre vorgeschriebene Pausenzeit einhielten. Animals‘ Angels legt Beschwerde bei den zuständigen Behörden ein.

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