Tiertransporte in die Türkei: Emma, Marie, Frieda – wir entdecken viele Kühe aus Deutschland in den Lkw

An der Grenze zur Türkei kontrollieren wir zwei Tiertransporte einer Firma aus Griechenland. Auf beiden sind junge Kühe aus Deutschland geladen. Eines der Fahrzeuge ist alt und heruntergekommen, die Standhöhe reicht für einige der großen Tiere nicht aus. Sie stoßen fast mit dem Rücken an die Decke. Emma, Marie und ihre Gefährtinnen können also während der tagelangen Fahrt von Deutschland in die Türkei nicht einmal den Kopf heben. Auf dem anderen Fahrzeug liegt Frieda. Ihr geht es offensichtlich nicht gut, sie liegt in Seitenlage mit dem Kopf am Boden.

Wir denken an die unzähligen Zeitungsartikel vom letzten Jahr:
Länder fordern Verbot von Tiertransporten in Nicht-EU-Staaten,
Tiertransporte in 17 Staaten tabu -darunter auch die Türkei,
Tierschutz darf nicht an der Außengrenze der EU enden.

Laut der griechischen Fahrer wurden die Tiere in Aurich geladen. Deshalb kontaktieren wir das dortige Veterinäramt. Doch die Amtstierärzte in Aurich verweigern jegliche Auskunft. Die Gesetzeslage macht es ihnen leicht, denn in Niedersachsen gibt es kein Informationsfreiheitsgesetz.

Leider haben wir außerhalb der EU kaum Möglichkeiten Frieda zu helfen und wir müssen sie fahren lassen. Nur ein Transportstopp kann das Leid von Kühen wie Frieda, Emma und Marie wirklich beenden. Bis dahin sind wir weiterhin bei den Tieren und danken all den Amtstierärzten, die sich für besseren Schutz der Tiere während des Transports einsetzen.