Tiertransporte in Ost-Europa: Zahlreiche Verstöße bei mehr als 100 kontrollierten Transporten

Zwei Teams von Animals‘ Angels kontrollieren Tiertransporte in Tschechien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Türkei. Viele der Tiere werden in Drittländer exportiert. Die beiden Teams kontrollieren und dokumentieren etwa hundert Transporte. Viele Fahrzeuge sind schmutzig und die Tiere stehen dicht gedrängt. Manche von ihnen sind besonders erschöpft, auch weil Futter und Wasser entweder nicht ausreichen oder gar nicht vorhanden sind. Dazu kommen niedrige Temperaturen, teilweise unter 0 °C, sowie Schnee und kalter Wind.

Auf den langen Transportrouten von 2.000 bis 3.000 Kilometern sehen wir u a. schwangere Färsen, Bullen oder schwangere Schafe. Ihre Reise dauert oftmals mehr als fünf Tage. Und selbst die grundlegendsten Anforderungen der EU-Tierschutz-Transportverordnung werden dabei ignoriert.

In der Türkei findet unser zweites Team neugeborene Lämmer auf einem Transport mit schwangeren Schafen. An der Grenze müssen andere Tiere wiederum mehrere Tage auf den LKW ausharren, weil mit den Begleitpapieren etwas nicht stimmt – meist aus Nachlässigkeit der Transportunternehmen.

Animals‘ Angels bereitet die gesammelten Informationen derzeit auf, um Beschwerde bei den zuständigen nationalen Behörden und Europäischen Institutionen einzulegen.


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