Tiertransporte von nicht entwöhnten Kälbern: Die wenige Wochen alten Tierkinder schreien vor Hunger

Animals‘ Angels und die spanische Tierschutzorganisation ANDA kontrollieren in Frankreich zwei Tiertransporte mit jungen Kälbern, die von Rumänien aus zur Mast nach Spanien gebracht werden. Die wenige Wochen alten Tierkinder schreien vor Hunger. Sie beißen und lecken an den Stangen, schubsen sich gegenseitig, versuchen ihre kleinen Köpfe durch die Lüftungsöffnungen zu stecken, in der Hoffnung wir gäben ihnen etwas zu essen. Ihr Anblick und das Gebrüll sind herzzerreißend. Viele der, in der Regel immunschwachen Tiere, haben Durchfall. Leontins Köpfchen ist voll mit Kot eines anderen Kalbs. Einer der rumänischen Fahrer der LKW scheint Mitleid zu haben, „Gleich wenn sie in Barcelona ankommen, bekommen sie etwas zu essen.“, sagt er zu uns, und scheint damit mehr sich selbst beruhigen zu wollen.

Lange Transporte nicht entwöhnter Tiere, die auf Milch(austauscher) angewiesen sind, verstoßen regelmäßig gegen die EU Tierschutztransportvorschriften, denn ihre – an sich vorgeschriebene – Versorgung auf dem Fahrzeug ist technisch und logistisch nicht möglich. Niemand bezweifelt diese Tatsache, doch anstatt den Langstreckentransporten von nicht abgesetzten Tiere endlich ein Ende zu setzen, wie Anda und Animals‘ Angels seit Jahren fordern, werden sie weitertransportiert und alle Kontrollorgane bis in die höchsten Ränge schauen weg. Sie hören das Schreien der Kälber nicht. 

Insbesondere in den Niederlanden gibt es erste Bemühungen seitens der Behörden, diese „Hungerstransporte“ zu stoppen, aber bis es zu einem EU-weiten Vorstoß für ein Verbot von Langstreckentransporten nicht entwöhnter Tiere kommt, liegt noch ein langer Kampf vor uns.

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