Tiertransporte von ‚Schlacht‘pferden: Wir reichen Beschwerde gegen Spanien vor der EU-Kommission ein

ANDA und Animals' Angels reichen Beschwerde gegen Spanien ein, weil dort regelmäßig die Bestimmungen zum Schutz von Pferden während des Transports nicht eingehalten werden. Die Beschwerde bezieht sich zunächst auf die Transportstrecke von Spanien nach Italien. Hier beobachten wir die Bedingungen von Pferdetransporten seit 2007. In 14 Jahren stellen wir immer wieder die gleichen Verstöße fest. Bis heute unternehmen die zuständigen regionalen und nationalen Behörden Spaniens nichts, um sie nachhaltig zu stoppen.

Die EU-Gesetze legen fest, dass Pferde, die nicht an ein Halfter gewöhnt sind, nicht länger als acht Stunden transportiert werden dürfen. Dennoch: die überwiegende Mehrheit der Pferde, die aus Spanien in italienische Schlachthöfe transportiert wird, haben in ihrem kurzen Leben noch nie ein Halfter getragen.

Außerdem schreibt die Verordnung vor, dass Pferde auf langen Transporten in Einzelboxen transportiert werden müssen. Diese Vorschrift wird beim Transport von Pferden zwischen Spanien und Italien nicht beachtet, da sie fast immer in Gruppen transportiert werden. Die Beschwerde umfasst auch die Nichteinhaltung der EU-Vorschriften bei kürzeren Transporten innerhalb Spaniens, wo oft zu viele Pferde geladen werden und die Deckenhöhe der Fahrzeuge zu niedrig ist.

Die Missachtungen der gesetzlichen Bestimmungen führen zu Stress und Leiden für die transportierten Pferde. Ihre Sicherheit und ihre körperliche Unversehrtheit werden nicht gewährleistet. Das ist weit entfernt von einer würdigen und angemessenen Behandlung, die die Pferde auf ihrem letzten Weg verdient hätten.

Laut Alberto Díez von ANDA, "sind die Tierschutzgesetze die Garanten für einen würdigen Umgang mit Tieren. Werden sie nicht eingehalten, entfällt diese Garantie und die Tiere müssen die Konsequenzen tragen. Wir hoffen, dass die Klage gegen Spanien bei der Europäischen Kommission als Anreiz dient, endlich die Gesetze durchzusetzen und den Tierschutz zu respektieren.“ Nun ist die EU-Kommission aufgefordert zu handeln.

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