Von der „Bergbauern-Idylle“ zum großen Leid der Lebendtier-Exporte

Freilaufende Kühe auf einer Weide in Österreich

Dialog ist ein wichtiger Teil unserer Arbeitsstrategie. In diesem Sinne sind wir in verschiedenen Bergregionen Österreichs unterwegs, um mit den Landwirtinnen und Landwirten über Tiertransporte und insbesondere über das Thema des Exports in Nicht-EU Staaten zu sprechen. Immer wieder begegnen uns österreichische Tiere auf langen Transporten, Märkten und Haltungen in Nicht-EU Ländern und wir möchten den Hintergründen dieses Leidens nachgehen.

Die Reaktionen sind unterschiedlich. Während einigen die Problematik voll und ganz bewusst ist, sehen sie sich nicht in der Verantwortung eine Veränderung vorzunehmen. Unsere Berichte von den zahlreichen und umfassenden Problemen, die wir auf unseren Einsätzen erleben prallen ab. Bei anderen spüren wir, dass Bedenken zu den Lebendtierexporten vorherrschen und die Debatten darüber auch die Bäuerinnen und Bauern beschäftigen. Sie sind dankbar für den Austausch und interessiert an unseren Erfahrungen. Es ist offenkundig, dass sie sich ebenso wie wir eine nachhaltige Lösung für die Tiere wünschen, die ohne derart lange Transporte ins Ungewisse auskommen, sich selbst der Situation jedoch eher hilflos gegenüberstehend sehen. 

Wieder einmal zeigt sich, wie vielschichtig die Probleme und die unterschiedlichen Hintergründe sind, die dazu führen, dass die Tiere derartigen Leiden auf den Transporten ausgesetzt sind. Wir hoffen mit den Gesprächen einen Beitrag für ein höheres Bewusstsein für dieses wichtige Thema und vielleicht sogar zu dem so dringend notwendigen strukturellen Umschwung geleistet zu haben.