Wie schon vor 10 Jahren: Zu wenig Platz für Edouard und die anderen Rinder auf Transport aus Frankreich

Edouard – ein junger Bulle aus Frankreich. Hunderte Rinder wie er werden jede Woche von Frankreich nach Italien transportiert. Dort bleiben sie dann noch etwa ein Jahr in ‚Mast‘ställen, bevor sie getötet werden.

Edouard steht dicht an dicht mit seinen Artgenossen und kann sich kaum bewegen. Das hat bei diesen Transporten offensichtlich System. Schon vor 10 Jahren haben wir hier solche Tiertransporte dokumentiert. Das liegt daran, dass die Industrie möglichst viel Profit aus der ‚Ware‘ Tier schlagen will – und die Gesetze viel zu wenig Platz für die Tiere vorsehen.

Um die Transporte hier am Fréjus-Tunnel am Grenzbereich Frankreich-Italien möglichst genau kontrollieren zu können, bitten wir die zuständigen Amtsveterinäre und Polizisten im Vorfeld um gemeinsame Kontrollen. Doch leider haben sie keine Zeit. Und aus Sicherheitsgründen dürfen wir uns alleine nicht auf Dauer vor dem Tunnel aufhalten.

Es ist ein Widerspruch an sich: Die Tiertransporte, die systematisch gegen das Gesetz verstoßen können die Grenze unbeachtet passieren. Das ist Routine. Aber wir, die diese Verstöße aufzeigen wollen, werden hier nicht toleriert. In anschließenden Gesprächen mit den zuständigen Behörden wird allerdings deutlich, dass auch ihnen die Hände gebunden sind. Mitunter weil ihnen die Ressourcen fehlen. Wir werden deshalb versuchen, über das Ministerium gemeinsame Kontrollen zu organisieren – um hoffentlich die Transportbedingungen für Rinder wie Edouard etwas zu verbessern.

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