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11.-17.09.2017 | Einsatz für die Tiere im Oman


Verladung von Kamelen im Oman

Zum ersten Mal ist Animals‘ Angels im Einsatz für die Tiere im Oman, und insbesondere für die Kamele dort. Wir kontrollieren Haltungen, Märkte und Verladungen von Kamelen, und begleiten einige Kamele während ihres Transportes.

Die Kamele repräsentieren für die Menschen im Oman in vielerlei Hinsicht die alten Traditionen und den Stolz des Landes. Jedoch impliziert dies nicht gleich auch einen tierschutzgerechten Umgang mit ihnen, bei dem ihre Bedürfnisse und Persönlichkeiten berücksichtigt werden – wie es leider viele Beispiele, auch aus Europa, zeigen.

Doch unser erster Eindruck hier im Oman ist insgesamt positiver als erwartet: Es besteht zumindest so etwas wie ein Grundverständnis für die Tiere, welches wir in vielen anderen (auch EU-) Ländern komplett vermissen!

Beispielsweise werden an einigen Orten die Kamele mithilfe von selbstgebauten Laderampen (aus aufgeschütteten Sandhügeln) verladen. Dadurch ist die ganze Prozedur der Verladung um einiges entspannter – für alle Beteiligten.

Auf den Märkten gibt es Anbinde-Vorrichtungen, nicht nur für die Kamele, sondern auch für Schafe, Ziegen und Rinder – so werden die Tiere immerhin nicht mit zusammengebundenen Beinen und am Boden liegend verkauft. Auch sehen wir kein Tier, das an seinen Hörnern angebunden ist, oder das an seinen Beinen oder anderen Körperteilen weggezerrt wird. Eher im Gegenteil: manche Marktbesucher tragen ihr Tier sogar auf dem Arm, oder führen es an einem Strick. Die Vögel werden in mitgebrachten Kartonkisten (mit Luftlöchern) transportiert – all das ist leider auf vielen (ost-)europäischen Märkten noch immer eine große Ausnahme!

Viele der von uns dokumentierten Kamelverladungen scheinen ruhiger und besser organisiert als anderorts. Dies wird besonders bei den wertvolleren ‚Renn’kamelen deutlich. Sie sind gut ausgebildet, an den Kontakt mit Menschen gewöhnt und reagieren auf deren Stimme. So werden sie auf das Transportfahrzeug geführt und legen sich dort auf ein Stimmkommando hin ab, ohne dass sie gewaltvoll zu Boden gerissen werden.

Und natürlich, trotz all der vergleichsweise positiveren Eindrücke, gibt es noch genug zu tun: Die Kamele werden auch hier im Oman im Sitzen, d. h. mit festgebundenen Beinen, transportiert. Auch wenn diese Sitzposition eine natürliche Haltung von ihnen ist, werden sie dennoch dazu gezwungen und müssen in dieser Position oftmals über lange, holprige Strecken und ohne schattenspendendes Dach ausharren. Das finden wir absolut inakzeptabel, genauso wie den Transport von ‚Schlacht’kamelen oder jungen, unausgebildeten Kamelen, die eben noch nicht die Stimmzeichen kennen. Sie werden – genauso wie in anderen Ländern von uns beobachtet – grob und oftmals brutal auf das Transportfahrzeug gezwungen.

Diese Transportmethoden haben unseres Erachtens nichts mit einem respektvollen Umgang zu tun. Deshalb planen wir einen umfassenden, länderübergreifenden Bericht über Kameltransporte. Damit möchten wir auf die tierschutzwidrigen Probleme während des Transportes aufmerksam machen und ein Bewusstsein für diese wunderbaren Tiere schaffen. Mit diesem Einsatz konnten wir erfolgreich neues, aufschlussreiches Bildmaterial und Informationen dafür sammeln.