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12.01.2019 | Tiermarkt-Kontrolle in Mers El Kheir


Tiermarkt Mers El Kheir

Animals’ Angels kontrolliert den Tiermarkt in Mers El Kheir, Marokko. Vor Sonnenaufgang erreicht unser marokkanisches Team den Verkaufsbereich für Schafe und Ziegen. Noch ist es eher ruhig und die Händler verwenden Taschenlampen, um ihre Tiere zu präsentieren.

Mit dem Sonnenaufgang füllt sich schnell das Marktgelände. Viele der Schafe und Ziegen sind gefesselt an drei Beinen und liegen auf dem Boden. Die Tiere, die zum nahegelegenen Schlachthof gebracht werden, werden häufig wie leblose Säcke auf kleine Karren geworfen und dorthin geschleift.

Habib und Ali versuchen vergeblich mit den Händlern zu sprechen und sie zu überzeugen, dass es schonendere Transportmöglichkeiten gibt – doch leider stoßen sie heute auf verschlossene Ohren. Zumindest können wir einige Tiere von ihren Fußfesseln befreien und ihnen Halsbänder geben, damit sie sich wenigstens bewegen können.

Die Besitzer und Händler klären sie erneut über deren Nutzen auf – und immerhin mancher hat schon selbstgebastelte Halsbänder für seine Tiere. Auch sie bekommen von uns neue Halsbänder und unser Team lobt und bekräftigt sie, diese weiterhin zu verwenden. 

Auch bei den Vögeln leistet unser Team Aufklärungsarbeit, spricht mit den Menschen und versucht sie zu überzeugen, wenigstens Käfige zu benutzen, anstatt die Hühner und Enten an ihren Füßen und Flügeln zu fesseln. Ali, Habib und Boubaker geben den durstigen Vögeln zu trinken und verteilen Futter.

Zum Abschluss ihres Marktbesuches hilft unser Team den Eseln. Sie treffen den Esel Nabih und seine Freunde am sogenannten Parkplatz für ‚Lasten’tiere, wo sie auch während der Woche leben. Unser Team freut sich jedes Mal, wenn sie herzerwärmend mit einem lauten Iah begrüßt werden. Ali, Habib und Boubaker geben ihnen zu trinken und organisieren Heu und Karotten. Neben dem Parkplatz treffen sie den Esel Rokey, dem sie bereits früher seine Wunden versorgt hatten. Auch der Besitzer ist da. Er dankt unserem Team für ihre Arbeit für die Tiere und fügt hinzu, dass es Rokey seitdem viel besser geht. Leider muss Rokey weiterarbeiten – und dass unter schwierigen Bedingungen. Wir wissen, dass sich so schnell daran nichts ändern wird, denn die harte Arbeit der Esel sichert vielen Familien dort das Überleben. Doch dass sich der Umgang mit ihnen langfristig ändert und sie irgendwann auch in Marokko mit anderen Augen gesehen werden – dafür setzen wir uns weiterhin ein!